Sonnenschein: Eine Ode an das narf

Was ist ein narf?
Ein narf ist der symbolische Mittelfinger, das sinnbildliche Kotzen auf unangenehme Dinge, das Seufzen der gepeinigten Kreatur angesichts einer schier unlösbaren Aufgabe, enorm unnötigen Plackerei, tausendfach langweiligen Ergießerei über die Wirren der kanadischen Postmoderne usw.
Das narf ist mein Freund. Auch außerhalb des universitären Alltags ist das narf vielfach einsetzbar: bei leeren Kühlschränken, fehlenden Kopfschmerztabletten, Anrufen aus der Hölle vom Hauptbahnhof. Überall passt es hinein. Leise, laut, geschrieben, von Hand oder am PC, gemurmelt, geächzt, gedacht.
Es ist schöner als jedes gflzkeltnkjheoiftuhwrt, als jedes f*** oder f*****, als jedes Fluchen mittels religiöser Symbole, das narf ist der große und starke Bruder des gnaaaaaaaa, die letzte Bastion des Seelenfriedens in einer sich viel zu schnell drehenden Welt.
Hoch lebe das narf.

[Gefunden bei Sonnenschein]

Just am Montag sprach ich mit der Waldelfe und benutzte das Wort “narf”, woraufhin wir uns fragten, woher dieses Wort wohl eigentlich stammt. Gestern benutzte es Greebo78 auf twitter, da fiel mir das Gespräch wieder ein und ich googelte eine Runde. Ein wirkliches Ergebnis fand ich dabei nicht – vermutlich kommt es tatsächlich ursprünglich aus Pinky & der Brain. Faszinierend.


4 Kommentare

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    Nils schreibt:

    Ja – dort hat es aber nicht die oben hineininterpretierte Bedeutung.

    am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 13:15
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    Feylamia schreibt:

    Jau. Wenn ich mich recht erinnere ist narf da fast schon ein Diskurspartikel?

    am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 14:40
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    Bioschokolade schreibt:

    Und woher kommt dann gnaaaaa? Das kenn ich nämlich noch. Aber narf gefällt auch.

    am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 18:30
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    Feylamia schreibt:

    Gute Frage! Das ist natürlich deutlich schwieriger zu ergoogeln. hihi

    am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 18:41

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