Zitat des Tages: Weiber
Connz vorhin auf twitter:
„Voll mit Weibern, der Laden, aber alle sehen so jung aus… Ich häkel mal einfach.“
Großartig.
Connz vorhin auf twitter:
„Voll mit Weibern, der Laden, aber alle sehen so jung aus… Ich häkel mal einfach.“
Großartig.
You’d be so proud Caro, I went out drinking with my co-workers and we ended up at a karaoke bar with a 2 for 1 shot deal, so I got myself hammered then got up and belted out Gaga’s You and I, which I dedicated to Alistair and I changed all the nebraskas in the song to Fereldons…i have never gotten so many nerdy boy numbers in my life lol
Ich habe die besten Freunde der Welt …
Eben habe ich noch auf twitter erwähnt, dass meine Schwiegermutter in spe die allertollste ist, schon kommt der Beweis am Telefon: Miss Jackson erzählte ihr soeben, dass wir mit einem neuen Fernseher liebäugeln. Miss Jackson senior dann prompt: “Aber auf Full HD achten!” Ich liebe diese Frau!
Der Bund katholischer Ärzte hat einige Ideen, was man denn so gegen Homosexualität tun kann. Vorsichtshalber hat man sich aber einen Disclaimer überlegt. Nicht, dass jemand denkt, man wäre irgendwie homophob oder so …
Ich zitiere:
Zur Klarstellung
- Als Christen und katholische Ärzte geht es uns um den Menschen und die Seele,
- keinesfalls sollen Menschen mit homosexueller Ausrichtung diskriminiert oder belästigt werden,
- kein “Outing”, keine Intoleranz,
- wir bemühen uns um Informationen für Ärzte, Kirche, Christen, Bürger, Betroffene;
- es geht uns auf dieser Website um die Nennung von hilfreichen Angeboten,
- wir wollen nicht streiten,
- wir nutzen unser Recht auf freie Meinungsäußerung und wollen dies freundlich und konstruktiv tun.
Auf der Webseite finden sich dann einige Therapieansätze – mit Homöopathie beispielsweise kann man angeblich super gegensteuern. Wissenschaftliche Quellen findet man allerdings eher nicht. Eine Meinung allerdings, die findet sich: “Eine Mehrheit der Psychotherapeuten sagt, Homosexualität sei angeboren und nicht heilbar, eine Minderheit sagt, Homosexualität sei erworben und damit behandelbar. (Das ist auch unsere Meinung)” Na, dann ist doch alles prima und die Sache wäre geklärt.
Das alleine ist schon extrem faszinierend, aber dann wird auch noch erklärt, dass man mittels Homöopathie nicht nur Homosexualität heilen kann – nein, auch Pädophile und Vergewaltiger können geheilt werden (die stehen da natürlich rein zufällig zusammen mit den Homosexuellen auf einer Seite, man will sicherlich auf gar keinen Fall irgendwelche Parallelen implizieren oder so):
1) Gibt es Homöopathie auch bei FRAUEN?
Ja, Homöopathie wirkt bei allen Menschen, auch bei Tieren und Pflanzen.
Homosexuelle Neigungen bei FRAUEN lassen sich ebensogut behandeln, wie bei Männern.2) Homöopathie bei “Mißbrauch durch Geistliche?”
Ja, Homöopathie kann bei allen Menschen (nicht nur Geistlichen!) angewandt werden, die sexuellen Mißbrauch betreiben und die sich helfen lassen wollen.3) Homöopathie bei Pädophilie?
JA!
Sehr wichtig finde ich den Hinweis, dass Homöopathie auch bei Frauen und Pflanzen wirkt. Ich habe schon länger den Verdacht, dass unser Feigenbaum nicht nur homosexuell ist, sondern auch Vergewaltigungsfantasien hegt …
Zitat des Tages:
finally a backpack that supports my eco-friendly hipster lifestyle! I can wear my grandfather glasses on? my fixie bike unlike all the other yuppies in their Porsches and still read my super obscure books written by underground bloggers while surfing the internet on my iPad. Hooray for Freitag!
Gefunden als Kommentar unter diesem Video
Und gelandet bin ich da wegen dem ben_ und seinem Umhängetaschenbeitrag.
You know, before I answer any more questions there’s something I wanted to say. Having received all your letters over the years, and I’ve spoken to many of you, and some of you have traveled… y’know… hundreds of miles to be here, I’d just like to say… GET A LIFE, will you people? I mean, for crying out loud, it’s just a TV show! I mean, look at you, look at the way you’re dressed! You’ve turned an enjoyable little job, that I did as a lark for a few years, into a COLOSSAL WASTE OF TIME!
… besser einfach nur anders. “Häh?” fragt sich der Leser jetzt. “Jaja,” antworte ich und elaboriere:
Digital ist besser heisst ein Album von Tocotronic und das ist ziemlich schön anzuhören. Unter anderem ist da Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein drauf – das ist ein tolles Motto und ein tolles Anliegen. Ich habe das ja wahr gemacht und bin deswegen ein Stück weit ein besserer Mensch als ich es sonst geworden wäre, denke ich.
Nun verhält es sich aber so, dass ich – allen Unkenrufen zum Trotz – digital gar nicht immer besser finde. Nur halt anders. Und als ich eben nebenan beim ben_ auf die Apfelkategorie (und das ist eine ganz andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden) klickte, stolperte ich über den Beitrag Am Ende. (Ich fasse den jetzt mal nicht zusammen, ihr lest das fein selber. Hier geht’s schließlich gerade ums Lesen. Und vergesst die Kommentare nicht. Im Dialog liegt wie immer die Würze.)
Ich habe ja meinen Kindle sehr liebgewonnen in den nunmehr knapp anderthalb Monaten, die er mich begleitet. Eine Hand voll Bücher habe ich schon auf ihm verschlungen – mehr, als ich in dieser Zeit auf Papier gelesen hätte.
Nun ist es so, dass ich ja bekanntermaßen seit meinem ersten Kontakt mit dem Thema elektronisches Buch im The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy sehr angetan davon. Hunderte von Büchern mit sich rumzuschleppen? Der Himmel. Wie oft sitze ich irgendwo und wünsche mir Buch xyz herbei. Wie schön, es endlich haben zu können. Und eine Welt, in der man beim Umzug seiner Freunde nicht zehn volle Billy-Regale migrieren muss, ist tendenziell eine schöne, freundliche Welt.
Aber dann ist da die andere Seite der Medaille: Bücher können ja sooo toll sein. Sie können eine Geschichte ganz unabhängig von der erzählen, für die sie gedruckt wurden. Sie können gezeichnet von der Zeit und ihren Besitzern sein. Sie können Flecken haben und riechen. Sie sind, und das wusste mein Lieblingsbibliothekar schon vor unglaublichen dreizehn Jahren, fassbar:
Ms Calendar: Honestly, what is it about [computers] that bothers you so much?
Giles: The smell.
Ms Calendar: Computers don’t smell, Rupert.
Giles: I know. Smell is the most powerful trigger to the memory there is. A certain flower or a whiff of smoke can bring up experiences long forgotten. Books smell. Musty and, and, and, and rich. The knowledge gained from a computer, is, it… it has no texture, no context. It’s there and then it’s gone. If it’s to last, then the getting of knowledge should be tangible, it should be, um… smelly.
- Buffy the Vampire Slayer, Season 1 Episode 8, “I Robot, You Jane” [IMDB]
Und so kristallisiert sich für mich derzeit heraus, dass es sich mit Büchern bei mir derzeit noch so verhält wie mit CDs: Ich kaufe digitales, keine Frage – aber meist handelt es sich dabei um Bücher oder um Musik, die ich mag. Die ich antesten will. Zu denen ich noch eine unklare Beziehung habe. Teilweise auch welche, die ich wirklich sehr gerne mag, die es aber noch nicht in den erlauchten Kreis der Dinge geschafft haben, die meine Welt veränderten.
Werke von Künstlern, die mir sehr am Herzen liegen, die ich wirklich, wirklich mag, die mich bewegen und inspirieren, diese Werke kaufe ich analog. Auf CD. Als Buch. Um das Gesamtkunstwerk zu besitzen, weil ein Buch ohne Cover und eine CD ohne Booklet eben nur ein Teil des fabelhaften Ganzen sind. Weil ein Musikalbum beispielweise ein Gesamtkunstwerk ist, weil man nicht mal eben per “randomize” die Titelabfolge verändern sollte. Weil man im Booklet bei den ersten paar Mal Hören die Texte mitlesen muss. Auf dem Bauch auf dem Teppich. Völlig in der Musik versunken. Und weil man sich mit dem Buch ins Bett oder auf die Couch verkrümeln muss, das Handy ausschalten, das Telefon ignorieren, und einfach lesen. Völlig in der neuen kleinen fiktiven Welt untergehen. Das ist eines der schönsten Gefühle die es gibt.
Und gerade deswegen gibt es Bücher, die möchte ich nicht zwingend noch in meinem Regal haben (den ein Blick in das Bücherregal eines Menschen ist, wenn er denn so tickt wie ich, auch ein wenig ein Blick in seine Seele) – die lese ich einmal und finde sie okay, aber sie müssen nicht Teil meiner Welt bleiben. Diese Bücher als eBook zu kaufen ergibt für mich Sinn. Sie bei amazon zu bestelle, zu lesen, und dann wieder zu verkaufen oder gar wegzuwerfen – das ist eine Umweltsünde sondergleichen und ich bin froh, dass ich diese nicht mehr auf mich laden muss.
Hey, Bücher, ich hab euch lieb. Trotz und vielleicht auch ein wenig wegen des Kindles.
So as a woman in America, I should be skinny as a 10yo boy, with giant breasts, white flawless (and above all YOUNG) skin. I should want a career, but only until it’s time for children; I should be independent, but desperately want a husband. I should be sexy and hot but not want sex because it’s SINFUL. Of course, it sells cars, so if I can bend over a hood that would be great. If I’m raped, it’s my fault; if I get pregnant, I am required to be a mother; if I’m angry, I’m a bitch; if I’m sad, I’ve got PMS. If I am a mother, I am not allowed to love anything but my children. If I don’t love men, I can’t get married, but I sure can be in porn.
So we either need another wave of feminism, or we need Xanax vending machines.
- Dianne Sylvan [1, 2, 3, 4, 5, 6 via @witchwords auf twitter]
Traurig aber wahr, so scheint’s.
Ich muss es einfach komplett zitieren, da der Server der Helden dem Ansturm auf ihren Blogeintrag nicht gewachsen ist. Ich bin mir sicher, Judith und ihre Jungs werden das verstehen:
Liebe Werbeagentur Jung von Matt,
bzgl. Eurer Anfrage, ob wir bei der aktuellen Bild -Kampagne mitmachen wollen:
Ich glaub, es hackt.
Die laufende Plakat -Aktion der Bild -Zeitung mit sogenannten Testimonials, also irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!) von sogenannten Prominenten (auch Kritischen! Oho!) ist das Perfideste, was mir seit langer Zeit untergekommen ist. Will heißen: nach Euren Maßstäben sicher eine gelungene Aktion.
Selten hat eine Werbekampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt. Da sind auf der einen Seite die Promis, die sich denken: Hmm, die Bildzeitung, mal ehrlich, das lesen schon wahnsinnig viele Leute, das wär schon schick… Aber irgendwie geht das eigentlich nicht, ne, weil ist ja irgendwie unter meinem Niveau/ evil/ zu sichtbar berechnend… Und dann kommt ihr, liebe Agentur, und baut diesen armen gespaltenen Prominenten eine Brücke, eine wackelige, glitschige, aber hey, was soll´s, auf der anderen Seite liegt, sagen wir mal, eine Tüte Gummibärchen. Ihr sagt jenen Promis: wisst ihr was, ihr kriegt einfach kein Geld! Wir spenden einfach ein bisschen Kohle in eurem Namen, dann passt das schon, weil, wer spendet, der kann kein Ego haben, verstehste? Und außerdem, pass auf, jetzt kommt´s: ihr könnt sagen, WAS IHR WOLLT!
Und dann denken sich diese Promis, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, irgendeine pseudo -distanziertes Gewäsch aus, irgendwas “total Spitzfindiges”, oder Clever- Unverbindliches, oder Überhebliches, oder… Und glauben, so kämen sie aus der Nummer raus, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Und haben trotzdem unheimlich viele saudumme Menschen erreicht! Hurra.
Auf der anderen Seite, das erklärt sich von selbst, der Rezipient, der saudumme, der sich denkt: Mensch, diese Bild -Zeitung, die traut sich was.
Und, die dritte Seite: Ihr, liebe jungdynamische Menschen, die ihr, zumindest in einem sehr spezialisierten Teil eures Gehirns, genau wisst, was ihr tut. Außer vielleicht, wenn ihr auf die Idee kommt, “Wir sind Helden” für die Kampagne anzufragen, weil, mal ehrlich, das wäre doch total lustig, wenn ausgerechnet die…
Das Problem dabei: ich hab wahrscheinlich mit der Hälfte von euch studiert, und ich weiß, dass ihr im ersten Semester lernt, dass das Medium die Botschaft ist. Oder, noch mal anders gesagt, dass es kein “Gutes im Schlechten” gibt. Das heißt: ich weiß, dass ihr wisst, und ich weiß, dass ihr drauf scheißt.
Die BILD -Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash -Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle -Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands.
Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument – nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.
In der Gefahr, dass ich mich wiederhole: ich glaub es hackt.
Mit höflichen Grüßen,
Judith Holofernes
Quelle: wirsindhelden.de
Einmal Heldin, immer Heldin. <3