Das kleine Mädchen und die Oper
Jackie Evancho bei “America’s Got Talent”:
Holy shit.
Jackie Evancho bei “America’s Got Talent”:
Holy shit.
Fast so schön wie die Version von Snow Patrol.
Und dann war da noch der Umzugshelfer. Nennen wir ihn Heinz. (Zu unserer Verteidigung: Heinz war Teil eines Zweiergespanns, das uns jemand vermittelt hatte. Teil zwei war ein sehr sympathischer älterer Herr und fuhr einen Transporter für uns. Das war fein.)
Heinz kam also in die Wohnung (natürlich roch er stark, wie könnte es auch anders sein), hielt mir seine schmuddelige Pranke hin und stellte sich vor. Ging ins Schlafzimmer, guckte mich an und meinte: “Und Du versuchst hier also ein Bett aufzubauen?” Ich erstmal zwei Sekunden völlig baff, dann: “Ähm, das versuche ich nicht nur, das mache ich.” “Davon sieht man aber nichts.” Ähm. Ja, gut, klar. Wär halt auch hilfreich, wäre er nicht schon direkt am Anfang gekommen, als gerade mal zwei Teile zusammengeschraubt waren. Hat sich direkt seeehr sympathisch gemacht, der junge Mann.
Heinz wäre aber nicht Heinz, wenn er nicht weiter geheinzt hätte. Den ganzen lieben langen Tag. So sah er sich den Kleiderschrank der Liebsten mit seinem enorm fachkundigen Blick an und verkündete dann, dass man diesen nicht mehr zusammenbauen könnte, weil Teile fehlten. “Ich muss es leider sagen, wie es ist: Das wird nichts mehr. Der Schrank ist hin, den kann man nicht mehr aufbauen. Wegwerfen, neuen kaufen.” Oookay. Ein paar Stunden später sah sich Donnie Darko, der Bruder der Herzdame, den Schrank an, dachte sich seinen Teil, fuhr in den Baumarkt und besorgte die fehlenden Stücke für knapp 20 Euro. Und schwupps, Problem gelöst.
Auch in der Küche hat Heinz uns eine Menge gelehrt. Er besah sich die Wasseranschlüsse, schaute mitleidig und ließ uns wissen, dass man dort nie im Leben eine Spülmaschine würde anschließen können, man müsste schon einen Klempner kommen lassen und den Wasseranschluss, der aus der Wand kommt, komplett neu machen. Der geneigte Leser wird sich sicherlich bereits denken, dass das vielleicht so hunderprozentig den Tatsachen entsprach. Und wie könnte es anders sein: Donnie Darko und ich sind Tags darauf in den Baumarkt gedüst und haben das passende T-Stück für 18 Euro geholt.
Soviel also zu Heinzens Sachkunde. Ich fasse also mal kurz zusammen: Keine Ahnung von nichts, große Fresse, starker Eigengeruch und schmuddeliges Äußeres. So weit, so nervig. Dazu kam dann noch eine unglaubliche Arroganz und Überheblichkeit – ständig würgte er allen Anwesenden irgendwelche Sprüche rein. Und ich glaube, niemand mochte ihn so recht. Auch erstmal kein Problem. Aber was sollen also “bitch” und “lion” im Titel dieses Blogeintrags? Das verrate ich euch …
Nicht nur, dass der Typ rumnervt ohne Ende, nein, er baggert auch noch auf allerunterstem Niveau meine Freundin an. Also, wirklich ganz niedriges Niveau. Und sehr, sehr unbeholfen. Kostprobe? Treppe, sie geht vor ihm. Er starrt ihr penetrant auf den Hintern. (Wenn die Damen vor ihm standen starrte er ihnen natürlich auf die Brüste, logisch.) Fragt dann: “Ey, sag mal, hast Du ein Red Bulld getrunken?” Sie: “?!” Er: “Du riechst nach Gummibärchen.” Ja, ne, ist klar, haste gut gemacht, Heinz. Er bot sich auch trotz ständigem Ablehnens ständig an, doch Tags darauf nochmal vorbeizuschauen. “Ich mach’ Dir ‘nen Angebot: Ich komme morgen nochmal zu Dir und dann schauen wir mal, was wir machen können.” Was ihr machen könnt? Du machst hier schon mal gar nichts in der Wohnung. Und schon gar nicht mit ihr™ und auch nicht mit Donnie Darkos Herzdame, die auch vor Ort war und angestiert wurde. Pfeife.
Wunderschön auch Heinzens Kommentar über mich: “Die in der Cordhose ist doch auch ein wenig vom anderen Ufer.” (Donnie Darko berichtete mir und meinte, er habe ein wenig kichern müssen.) Dass “die in der Cordhose” (das heisst Zunfthose, Du Depp!) die Partnerin der Dame ist, die er schon den ganzen Tag penetrant anstierte und angrub, hat er glaube ich, nicht wirklich geschnallt. Dafür aber jeder andere der uns während des Umzugs gesehen hat. Selbst die IKEA-Mitarbeiter.
Die Penetranz seiner Äußerungen gepaart mit dem ständigen Anstieren meiner Freundin und der anderen weiblichen Umzugsfee führte dann dazu, dass ich wirklich kurz davor war, mal mit ihm vor die Tür zu gehen, um ihm zu erklären, dass er ein respektloses Arschloch ist. Habe ich mir aber verkniffen, man will ja auch den zweiten Umzugshelfer nicht verärgern, oder gar den Vermittler der Helfer. Also war ich brav. Bin weder “lion” noch “bitch” geworden. Und habe innerlich gebrodelt. (Und ihn anscheinend irgendwann mal total fies angerempelt, aber das wurde mir nur berichtet, ist mir selbst nicht aufgefallen.
) Respektlosigkeit ist nicht mein Freund. Echt nicht. Da fällt es mir wirklich, wirklich schwer mich zusammenzureißen. Habe ich aber geschafft. Bin stolz auf mich.
Ja, in Diskussionen auf Rechtschreibprobleme hinweisen ist doof, aber hier musste ich doch sehr lachen:
Katie:
What IS it about the ubiquitous inverse relationship between gay-hating and spelling ability?Do homophobes’ brains begin to short wire around age 7 or so when they are being taught basic grammar norms and spelling rules? Is it because the only piece of literature they’ve ever read is the Bible? (see my previous comments) Or is it that they are so overwhelmed by the conflicting feelings of sexual confusion and irrational hatred that their hands start to shake uncontrollably and they forget how to type?
(Kommentar auf Autostraddle: Surprise! White Democrats With Kids Are Responsible for Passing Prop 8! – Kursivierung von mir. hihi. Zitterhände.)
Frühstück im neuen Zweitwohnsitz. Hachz.

Roddy Doyle ist sowieso ein bisschen toll, kein Wunder also, dass ich diesen Film famos finde … Und der irische Akzent made my day. Ich vermiss den so. Hach.
[via TwentySided, in den Kommentaren findet sich auch ein guter Artikel über Nerds in der Schule]
Dokumentation des Elends (siehe Wikipedia):
Lebenspartner können ein Kind nicht gemeinsam adoptieren.
[...]
Rechtliche Unterschiede der Lebenspartnerschaft im Vergleich zur Ehe gibt es im Einkommenssteuerrecht. Hier fehlt eine Einbeziehung von Lebenspartnerschaften u. a. im Einkommensteuergesetz (Ehegattensplitting, Steuerklassenwahlrecht, Verdopplung des Sparer-Pauschbetrages), im 5. Vermögensbildungsgesetz, im Altersvermögensgesetz und in der Abgabenordnung.
Liebe Politiker,
könnt ihr endlich mal mit der Gleichstellung in die Puschen kommen, bitte?
Danke!
Fey
PS: Bis dahin werden wir halt selber Kinder machen, wir bösen Homos, wenn wir keine adoptieren dürfen. Das habt ihr nun davon.
Da ich gerade schon bei “feministisch angehauchten Beschwerden” bin (siehe Blogeintrag von eben):
Am Wochenende war ja Sparrenburgfest und ich wäre nicht ich, hätte ich mich nicht in Schale geworfen und wäre in Gewandung flaniert. Nach einem kurzen Zwischenstop zu Hause (= in unserer Übergangswohnung) ging es dann in normalen Klamotten zurück, wir kauften noch eine riesige Flasche Erdbeerwein und schon war das Gelage auch schon zu Ende und wir wollten gen Heimat aufbrechen.
Zuvor allerdings überfiel uns der Hunger und so machten wir drei (sie™, eine Freundin und ich) uns auf in die Stadt. Zum Glück ist nahe der Sparrenburg mein Lieblings-Dönerschuppen, so dass ich die beiden Damen flotten Fußes dorthin lotste, wo wir dank dem Lord of the Döner noch eine große Pommes und einen Lahmacun erstanden. Wir setzten uns in der Altstadt auf ein Steintreppchen und aßen glücklich, beschlossen dabei aber, dass ein Nachtisch hermüsste. Und wie könnte es anders sein?
“Ein Eis geht immer!” dachten wir uns und so beschlossen wir, direkt eins nachzuschieben. Zum Glück befand sich unser Treppchen direkt gegenüber einer fabelhaften Eisdiele (ja, so ist Bielefeld – Döner und Eis direkt beieinander!) und so ging erst einmal nur ich zur Theke, während die Mädels auf unsere Klamotten aufpassten. Mister Döner kam dazu, als ich bestellte und sagte seiner “Kollegin” (na, die kennen sich halt gut im Lebensmittelgewerbe da!), dass sie mir doch bitte riiieeesige Kugeln kredenzen möge. Tat sie auch. Ich hatte drei Kugeln bestellt und bezahlt, aber gefühlt waren das locker fünf, so mengentechnisch. Mjam. Schon da meinte er zu mir, er hätte dafür ja nun eigentlich einen Kuss verdient. Ich überging das höflich (war ja noch harmlos), schüttelte kurz den Kopf, bedankte mich aber artig und ging zurück zu meinen Mädels. Die also ab zur Theke, wieder sorgte Mister Döner für Riesenportionen (und wieder fragte er nach einem Kuss, wie mir später berichtet wurde) und kam dann zu mir, als die Mädels noch ihr Eis bekamen.
So alleine mit mir fragte er dann nochmal, ob nicht ein Kuss angemessen wäre. Tja, aus der Geschichte kam ich anscheinend nicht mehr raus. Also Flucht nach vorne: “Da bekäme ich sicherlich Haue von meiner Freundin” entgegnete ich und hatte damit natürlich die Büchse der Pandora geöffnet. “Ooooh, ihr seid Lesben? Welche isses denn? Die blonde?” (Süß, dass er automatisch braune und blonde Haare zusammenwürfelte.
) Ich bejahte und daraufhin erzählte Mister Döner mir, dass er ja schon echt gerne mal mit zwei Lesben Sex hätte. Nach meinem anscheinend sehr irritierten Blick fügte er dann noch hinzu, dass das ja nicht wir sein müssten. Naja, er war trotzdem recht possierlich dabei, also meinte ich, er solle sich lieber zwei Bisexuelle suchen, die wüssten wenigstens was mit seinen Gerätschaften anzufangen, das schien ihm einzuleuchten.
Und dann kamen die Mädels auch schon zurück und Mister Döner verabschiedete sich dann auch.
Eine ganz typische Situation irgendwie. Klar, ich hätte nicht direkt von meiner Freundin reden müssen und hätte einfach “Nein, ich will nicht” sagen können, aber die Erfahrung zeigte bisher, dass dann Nachfragen kommen und nur eine bestehende Beziehung am Ende ein guter Grund ist, sich nicht auf sowas einzulassen. So habe ich den Weg dann direkt abgekürzt. Besagten Mister Döner meinte ich aber auch ganz gut einschätzen zu können, schließlich kaufe ich bei dem seit Jahren alle paar Monate was zu essen und er ist ein lustiger Typ.
Dennoch: Wäre es nicht er, sondern ein Fremder gewesen, dann hätte mich der direkte Hinweis auf sexuelle Wünsche wirklich mehr als nur irritiert oder gewurmt. Und während ich mich an ihn erinnere, gehe ich sicherlich in der Masse seiner Kunden mehr als unter, er hätte das also vermutlich auch jeder anderen Frau gesagt. Schon irgendwie gruselig und unangemessen, wenn Männer nach drei Minuten Gespräch schon sexuelle Phantasien mit einem teilen.
Aber Mister Döner ist halt Mister Döner, das war also irgendwie gerade noch okay …
Rants of a Female Nerd lese ich ja sehr gerne, da gibt’s immer wieder interessante Links und feine Videos und überhaupt schön geschriebene Dinge. Heute stolperte ich über Danke, Anke, in dem die Dame auf einen Blogeintrag von Anke Gröner verweist, in dem selbige einen “Flirtversuch” seitens eines Postzustellers beschreibt. Dieser duzte sie an der Haustür und eröffnete ihr, dass er ein “Geschenk” für sie habe, dass er ihr erst übergab, nachdem sie “bitte” sagte und der weiterhin fragte, ob sie verheiratet wäre. Im Nachhinein fühlte sich die Situation für sie wie ein sexueller Übergriff und eine Machtdemonstration an. So weit so gut bzw. schlecht. Im Law Blog, wo auf den Eintrag verlinkt wurde, ließen dann natürlich die Kommentare nicht lange auf sich warten: Die meist männlichen Kommentatoren waren dann doch im Großen und Ganzen der Meinung, dass die Gute sich mal nicht so anstellen soll und dass sie sich doch freuen soll, dass sie angebaggert wird.
Die Tatsache, dass sie eine Frau ist, berechtigt den Postmenschen also irgendwie direkt dazu, sich unangemessen zu verhalten. Die Kommentare sind also sozusagen ein wenig die web-2.0-Version von “Wer sich so anzieht, braucht sich nicht zu wundern” und “she had it coming”. Ich betone es: Damit bin ich nicht einverstanden. Ein Dienstleister hat primär erst einmal seine Arbeit zu tun. Dabei darf er gerne auch flirten, keine Frage. Aber in dem Moment, wo die bezahlte (!) Dienstleistung erst erbracht wird, wenn sein Gegenüber auf die Flirtversuche eingeht, in dem Moment findet in der Tat ein Übergriff statt. Das geht einfach nicht. Punkt.
Ich bin mir relativ sicher, dass ein “Du bekommst Dein Paket erst, wenn ich Dir an die Brust fassen durfte” bei den Kommentatoren nicht auf so viel Verständnis gestossen wäre. Aber im Prinzip fühlt sich beides für die Frau gleich an – sie wird zu einer physischen oder verbalen Aktion gezwungen, die sie nicht möchte. Da muss man nicht rumdiskutieren. Klar, ein wirklicher sexueller Übergriff ist das Herausgeben des Pakets erst nach Betteln nicht, das behauptet Anke auch an keiner Stelle. Aber die gleiche Art von Machtspielchen, die auch Vergewaltiger spielen, ist es durchaus. Verbale Übergriffe schmerzen genau so wie körperliche und richten genau so viel Schaden an. Das kann man auch einfach zur Kenntnis nehmen, ohne sich gleich das Maul zu zerreißen, finde ich.
Und (weil man sich im Law Blog auch ein wenig über den Begriff “feministische Konditionierung” beschwerte): Man muss keine Feministin sein, um es scheiße zu finden, wenn Frauen von Männern zu etwas gezwungen werden, das sie nicht wollen. Das ist nicht feministisch, das ist menschlich. Und andersrum wäre es genau so scheiße.
Ich wüsste gerne, wie die besagten Kommentatoren reagieren würden, wenn ihnen der schwule Autoverkäufer erst die Schlüssen zu ihrem soeben gekauften fahrbaren Untersatz geben würde, nachdem sie “bitte” gesagt haben und er sie fragen würde, ob sie denn schon verpartnert wären. Wäre das dann immer noch so lächerlich? In so eine Situation gezwungen zu werden macht doch nie Spaß …
Ich steh ja auf Fan Fiction. Find ich klasse. Lese ich gerne. Aber was ich noch toller finde, sind gut gemachte Musikvideos und Musicals von Fans.
Über eins davon bin ich dank einer lieben Freundin aus den Staaten mal wieder gestolpert:
Totally awesome! (Und auf der Tube gibt’s auch den Rest.)