Lesbisch. Aus Gründen.

Alle Jahre wieder: Alte Lieder von Nicki hören. Ich habe ja früher schon einmal erwähnt, dass die werte Dame nicht unbeteiligt an meiner sexuellen Orientierung war.

Meine Herren, was war ich damals verknallt in Nicki. Da muss ich so sechs, sieben gewesen sein?

Das Outfit finde ich übrigens immer noch super. 😀



Einfach mal …

… nach hinten sehen, dann nach vorne und dann in die Mitte und den KVP genießen. Einfach mal feststellen: Ja, das passt und was nicht passt ist im Fluss.

Ich habe so viel zu verbloggen und hoffe, ich finde dieses Wochenende die Zeit dafür. 🙂



anywhere but here

“ich möchte in new york auf einem hausdach sitzen und lieder schreiben”

… sagte gerade eine Freundin auf ICQ. Was möchte ich wohl gerade tun, wo will ich sein?

Hm, mal überlegen …

Unser Banner weht im warmen Wind, daneben hängt meine Kluft an einem knöcherigen Stock zum Trocknen. Ich bin eben einfach so ins Wasser gesprungen und habe mir den Staub der Fahrt aus dem Gesicht und der Kleidung gespült – jetzt sitze ich im Unterhemd und kurzer Lederbuxe auf den warmen Klippen, die Sonne kitzelt meine Nase und meine bloßen Schultern. Ich höre die Grillen zirpen und Vögel zwitschern während ich auf der Gitarre klimpere. In dem groben Leinentuch im Schatten der Steine vor mir liegt ein Laib frisches Brot, daneben ein Stück Schafskäse in einer Metalldose, umwickelt mit einem nassen Tuch, das etwas Kühle spendet.

In den Fluten sehe ich gerade noch die Köpfe der Jungs, die sich ein Wettschwimmen liefern. Der Rotschopf und das Rotbäckchen sitzen neben mir und stopfen ihre Pfeifen. Der Stammesfürst kocht Kaffee, der Geruch der frisch gemahlenen Bohnen zieht zu mir herüber und mischt sich langsam mit dem des Tabaks, nachdem die erste Pfeife brennt. Die Sonne zieht unaufhörlich weiter, schon färbt sich der Himmel zartorange. Nicht mehr lange und wir sitzen im Kreis, die Pfanne auf der Glut und brutzeln den Fisch, den wir uns eben frisch vom Kutter ersungen haben. Dazu Brot, Feta und ein paar Oliven – danach eine Flasche Wein teilen und den weiteren Verlauf der Fahrt träumen.
Der Stammesfürst greift zur Gitarre: “Staubiger Straßen, weißes Band schlängelt sich durch schroffe Felsen” – wir lehnen uns zurück und stimmen ein.

Hatte ich schon erwähnt, dass Frühlingssonne Fernweh macht?



Ein-Wort-Stöckchen

Nachdem T. mir das schon auf facebook schickte, entdeckte ich es nun auch bei Julia Emde. Na gut, dann fülle ich mal aus:

  1. Wo ist Dein Handy? Bett
  2. Deine Partnerin? Zukunft
  3. Deine Haare? Stroh
  4. Deine Mama? toll
  5. Dein Papa? schwierig
  6. Lieblingsgegenstand? verschiedene
  7. Dein Traum von letzter Nacht? ulkig
  8. Dein Lieblingsgetränk? flüssig
  9. Dein Traumauto? schön
  10. Der Raum, in dem Du Dich befindest? gemütlich
  11. Deine Ex? Vergangenheit
  12. Deine Angst? Agoraphobie
  13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? glücklich
  14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? Miranda
  15. Was bist Du nicht? doof
  16. Das letzte was Du getan hast? gefacebookt
  17. Was trägst Du? Pyjama
  18. Dein Lieblingsbuch? Tolkien
  19. Das letzte, was Du gegessen hast? Clinkers
  20. Dein Leben? faszinierend
  21. Deine Stimmung? anlaufend
  22. Deine Freunde? fein
  23. Woran denkst Du gerade? Meer
  24. Was machst Du gerade? bloggen
  25. Dein Sommer? abwarten
  26. Was läuft in Deinem TV? nichts
  27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? gestern
  28. Das letzte Mal geweint? Ewigkeit
  29. Schule? vorbei
  30. Was hörst Du gerade? Subway
  31. Liebste Wochenendbeschäftigung? Spielen
  32. Traumjob? Hobbit
  33. Dein Computer? kaputt
  34. Außerhalb Deines Fensters? Vogelzwitschern
  35. Bier? Bäh
  36. Mexikanisches Essen? scharf
  37. Winter? Kamin
  38. Religion? Neuheidin
  39. Urlaub? gerne
  40. Auf Deinem Bett? ich
  41. Liebe? später

Auffangen darf, wer will. Meine Lieblingsfänger sind alle bei der Arbeit so eingespannt, dass ich sie nicht zwingen will. 🙂



Valentinstags-Spezial: Gedanken über Beziehungen

Von überall werde ich mit Valentinstagswerbung, -grüßen, -SMS-Nachrichten und so weiter bombardiert. Das nehm ich dann mal zum Anlass, ein wenig über die Liebe und das Umgehen mit ihr zu schreiben. Achtung, dazu habe ich eine Menge zu sagen, ich stehe ja gerne auf der Seifenkiste, ne. :mrgreen:

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Vergeben

“apologizing doesn’t mean that you are wrong and the other person is right. it just means that you value your relationship more than your ego.”

Das twitterte neulich eine Bekannte aus den Weiten des Web 2.0.

Fand ich toll. Hab ich aber nochmal überdacht. Entschuldigen bedeutet verdammt oft auch einfach nur, dass man etwas von der anderen Person will, das sie einem sonst nicht gibt. Das ist dann natürlich nicht mehr so richtig toll.

Wo wir gerade so bei dem Themenbereich sind: Ich bin eigentlich ja total gut im Vergeben. Ich bemerke sozusagen die ersten drölfzig mal gar nicht, wenn jemand nicht so richtig nett zur mir ist oder verdränge das binnen Sekunden. Aber irgendwann läuft das Fass über und dann ist Schicht im Schacht und der Elefant kommt zu Tage: Egal ob mein Gegenüber es bemerkt oder nicht, dann stehen bei jeder Kommunikation und Interaktion diese Dinge im Raum und ich vergesse die einfach nicht. Das ist einerseits zwar sehr hilfreich, denn dann wird man nicht nochmal enttäuscht oder wütend gemacht, andererseits aber auch ziemlich nervig, weil man mit diesen Dingen dann natürlich nie so richtig abschließt. Möchte ich im nächsten Leben bitte gerne mal anders haben, nur so zum Ausprobieren, wie es sich anfühlt. 🙂



Leben mit der Krankheit

Ich habe eben die Stereoanlage für meinen Vater richtig eingestellt und alle Steckverbindungen richtig eingestöpselt, weil er das eben alles nicht mehr so richtig kann. Zum sechzehnten Mal diesen Monat. Dann habe ich den Raum verlassen, bin in den Keller gegangen und vier Minuten später wiedergekommen – schon war die Anlage wieder rausgezogen aus dem HiFi-Schrank. “Ich hab nichts gemacht.” Nur dass der Plattenspieler, der vier Minuten vorher lief, nicht mehr ging. Und ich ihn auch nicht wirklich zum Laufen bekommen habe.
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Jahresrückblick

Jahresrückblick. Puh. Dieses Jahr ist irgendwie wie im Flug vergangen. Ich habe im Juni ja schon einmal zurückgeblickt und November noch einmal ein wenig, deswegen bleibt nicht mehr viel übrig.

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Wie ich auszog, Buffy zu gucken und mein Leben sich änderte

Achtung, Nostalgie und Seelenstriptease und so:
Am 7. Mai 2009 vor sieben Jahren ist mit Tara Maclay ein Teil von mir gestorben. Klingt übertrieben? Darf es ruhig. Willow und Tara … das war die erste realistische lesbische Beziehung im Fernsehen, die ich je gesehen habe. Niemals zuvor habe ich mich in den Charakteren wiederfinden können, wie heterosexuelle Mädels das vermutlich tagtäglich irgendwo können. Bei Willow und Tara konnte ich das. Die Selbstzweifel, die Angst vor den Reaktionen der Freunde und der Gesellschaft, das Gefühl, endlich nach Hause gekommen zu sein. Hach ja. Danke, Joss Whedon. Schön wars mit den Beiden.

Es erscheint mir jetzt fast schon unglaublich, dass es mal so wenige Homosexuelle im Fernsehen gab, vor allen Dingen so wenige weibliche. “Wir hatten ja nichts. Wir hatten nur Hella von Sinnen.” hihi

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Ein Freund, ein guter Freund

jog schreibt viele kluge Dinge. Manchmal auch außergewöhnlich wahre Dinge. So wie das hier.

Letztes Jahr im April habe ich eine Entscheidung getroffen und mein Leben grundlegend geändert. Zuerst nur im Bezug auf mich selbst – das Ergebnis ist, dass ich mich mittlerweile viel lieber mag, außerdem habe ich eine Menge abgenommen. Das war Schritt eins. Schritt zwei ist der Abschluss des Studiums – kommt dieses Semester, wenn nichts dazwischen kommt. Parallel dazu läuft dann ausserdem Schritt drei – ich sortiere Menschen aus. Und zwar alle, die nur zu nehmen und nicht zu geben bereit sind. Mir ist bewusst, dass ich selber schuld daran bin, dass ich mich viel zu oft ausnutzen lasse – Helferkomplex und Gutmütigkeit sind keine gute Verbindung. Aber damit mache ich jetzt, glaube ich, einfach mal Schluss. Ich werde auch nicht jünger, da kann ich mir unnötiges Drama auch sparen. Lieber nur einen richtigen Freund, als zig Parasiten, die immer nur wissen, wo man ist, wenn der Rechner kaputt ist oder die Beziehung in die Brüche gegangen ist. Drauf geschissen.
Und ich meine das wirklich nicht web-2.0-märtyrermässig oder als Aufforderung an Jenny Schecter aus Buxtehude, sich häufiger mal zu melden oder so, wirklich nicht. Ich schrieb ja schon oben, dass ich mir das selbst so ausgesucht habe. Aber jetzt suche ich mir eben aus, mein Umfeld zu verkleinern und mehr auf Qualität statt Quantität zu achten. Ich freu mich drauf. 🙂

Hui, österlicher Seelenstriptease.