{"id":2454,"date":"2010-07-30T11:03:56","date_gmt":"2010-07-30T09:03:56","guid":{"rendered":"http:\/\/feylamia.net\/blog\/?p=2454"},"modified":"2010-07-30T11:03:56","modified_gmt":"2010-07-30T09:03:56","slug":"mister-doener-und-die-lesben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feylamia.net\/blog\/2010\/07\/30\/mister-doener-und-die-lesben\/","title":{"rendered":"Mister D&#246;ner und die Lesben"},"content":{"rendered":"<p>Da ich gerade schon bei &#8222;feministisch angehauchten Beschwerden&#8220; bin (siehe <a href=\"http:\/\/feylamia.net\/blog\/2010\/07\/30\/danke-anke-oder-maenner-massregelungen-und-motzereien\/\">Blogeintrag von eben<\/a>):<br \/>\nAm Wochenende war ja <a href=\"http:\/\/www.bielefeld.de\/de\/kf\/veranstaltungen\/sparrenburgfest\/\">Sparrenburgfest<\/a> und ich w&#228;re nicht ich, h&#228;tte ich mich nicht in Schale geworfen und w&#228;re in Gewandung flaniert. Nach einem kurzen Zwischenstop zu Hause (= in unserer &#220;bergangswohnung) ging es dann in normalen Klamotten zur&#252;ck, wir kauften noch eine riesige Flasche Erdbeerwein und schon war das Gelage auch schon zu Ende und wir wollten gen Heimat aufbrechen. <\/p>\n<p>Zuvor allerdings &#252;berfiel uns der Hunger und so machten wir drei (sie\u2122, eine Freundin und ich) uns auf in die Stadt. Zum Gl&#252;ck ist nahe der Sparrenburg mein Lieblings-D&#246;nerschuppen, so dass ich die beiden Damen flotten Fu&#223;es dorthin lotste, wo wir dank dem Lord of the D&#246;ner noch eine gro&#223;e Pommes und einen Lahmacun erstanden. Wir setzten uns in der Altstadt auf ein Steintreppchen und a&#223;en gl&#252;cklich, beschlossen dabei aber, dass ein Nachtisch herm&#252;sste. Und wie k&#246;nnte es anders sein?<br \/>\n&#8222;Ein Eis geht immer!&#8220; dachten wir uns und so beschlossen wir, direkt eins nachzuschieben. Zum Gl&#252;ck befand sich unser Treppchen direkt gegen&#252;ber einer fabelhaften Eisdiele (ja, so ist Bielefeld &#8211; D&#246;ner und Eis direkt beieinander!) und so ging erst einmal nur ich zur Theke, w&#228;hrend die M&#228;dels auf unsere Klamotten aufpassten. Mister D&#246;ner kam dazu, als ich bestellte und sagte seiner &#8222;Kollegin&#8220; (na, die kennen sich halt gut im Lebensmittelgewerbe da!), dass sie mir doch bitte riiieeesige Kugeln kredenzen m&#246;ge. Tat sie auch. Ich hatte drei Kugeln bestellt und bezahlt, aber gef&#252;hlt waren das locker f&#252;nf, so mengentechnisch. Mjam. Schon da meinte er zu mir, er h&#228;tte daf&#252;r ja nun eigentlich einen Kuss verdient. Ich &#252;berging das h&#246;flich (war ja noch harmlos), sch&#252;ttelte kurz den Kopf, bedankte mich aber artig und ging zur&#252;ck zu meinen M&#228;dels. Die also ab zur Theke, wieder sorgte Mister D&#246;ner f&#252;r Riesenportionen (und wieder fragte er nach einem Kuss, wie mir sp&#228;ter berichtet wurde) und kam dann zu mir, als die M&#228;dels noch ihr Eis bekamen.<br \/>\nSo alleine mit mir fragte er dann nochmal, ob nicht ein Kuss angemessen w&#228;re. Tja, aus der Geschichte kam ich anscheinend nicht mehr raus. Also Flucht nach vorne: &#8222;Da bek&#228;me ich sicherlich Haue von meiner Freundin&#8220; entgegnete ich und hatte damit nat&#252;rlich die B&#252;chse der Pandora ge&#246;ffnet. &#8222;Ooooh, ihr seid Lesben? Welche isses denn? Die blonde?&#8220; (S&#252;&#223;, dass er automatisch braune und blonde Haare zusammenw&#252;rfelte. :)) Ich bejahte und daraufhin erz&#228;hlte Mister D&#246;ner mir, dass er ja schon echt gerne mal mit zwei Lesben Sex h&#228;tte. Nach meinem anscheinend sehr irritierten Blick f&#252;gte er dann noch hinzu, dass das ja nicht wir sein m&#252;ssten. Naja, er war trotzdem recht possierlich dabei, also meinte ich, er solle sich lieber zwei Bisexuelle suchen, die w&#252;ssten wenigstens was mit seinen Ger&#228;tschaften anzufangen, das schien ihm einzuleuchten. <img src=\"https:\/\/feylamia.net\/blog\/wp-includes\/images\/smilies\/mrgreen.png\" alt=\":mrgreen:\" class=\"wp-smiley\" style=\"height: 1em; max-height: 1em;\" \/> Und dann kamen die M&#228;dels auch schon zur&#252;ck und Mister D&#246;ner verabschiedete sich dann auch.<\/p>\n<p>Eine ganz typische Situation irgendwie. Klar, ich h&#228;tte nicht direkt von meiner Freundin reden m&#252;ssen und h&#228;tte einfach &#8222;Nein, ich will nicht&#8220; sagen k&#246;nnen, aber die Erfahrung zeigte bisher, dass dann Nachfragen kommen und nur eine bestehende Beziehung am Ende ein guter Grund ist, sich nicht auf sowas einzulassen. So habe ich den Weg dann direkt abgek&#252;rzt. Besagten Mister D&#246;ner meinte ich aber auch ganz gut einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen, schlie&#223;lich kaufe ich bei dem seit Jahren alle paar Monate was zu essen und er ist ein lustiger Typ.<\/p>\n<p>Dennoch: W&#228;re es nicht er, sondern ein Fremder gewesen, dann h&#228;tte mich der direkte Hinweis auf sexuelle W&#252;nsche wirklich mehr als nur irritiert oder gewurmt. Und w&#228;hrend ich mich an ihn erinnere, gehe ich sicherlich in der Masse seiner Kunden mehr als unter, er h&#228;tte das also vermutlich auch jeder anderen Frau gesagt. Schon irgendwie gruselig und unangemessen, wenn M&#228;nner nach drei Minuten Gespr&#228;ch schon sexuelle Phantasien mit einem teilen.<br \/>\nAber Mister D&#246;ner ist halt Mister D&#246;ner, das war also irgendwie gerade noch okay &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich gerade schon bei &#8222;feministisch angehauchten Beschwerden&#8220; bin (siehe Blogeintrag von eben): Am Wochenende war ja Sparrenburgfest und ich w&#228;re nicht ich, h&#228;tte ich mich nicht in Schale geworfen und w&#228;re in Gewandung flaniert. 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