zocken = frohlocken?

Beim Buddhabot gibt’s wieder einmal interessantes zum Thema Spiele und deswegen gebe ich dazu auch gleich mal meinen Senf ab.

1. Top: Warum spielen wir?

Ich spiele

  • um der Realität zu entfliehen
  • um zu entspannen
  • um mein Hirn auf Trab zu halten
  • um meine Reaktionsfähigkeit zu schulen
  • um all das zu sein, was ich mir erträumt oder auch gerade nicht erträumt habe, ohne mein Leben dafür aufgeben zu müssen

2. Top: Was sähe dein perfektes Spiel aus?

Eine Mischungs aus der DSA-Nordlandtrilogie, Neverwinter Nights & Add-Ons, World of Warcraft & den Sims. Fantasy meets real life und ich mitten drin – das wäre perfekt. Dazu noch richtig schön KI für die NPCs im Spiel und ich bin vollends glücklich.

3. Top: Warum sterben Spiele-Genre aus und warum und wie werden neue geboren?

Die Welt ändert sich und mit ihr die Menschen. War es zu meinen Zockeranfängen noch die Creme de la Creme, Castle Wolfenstein vom grossen Bruder heimlich kopiert zu haben, so könnte man damit heute keinen 6jährigen mehr schocken. Alles muss schneller, härter, blutiger und grafisch aufgemotzer werden. Grafik scheint mir mittlerweile vor der Spielgeschichte zu kommen. Traurig, sehr traurig.

Und gerade weil die Welt da draussen sich immer schneller ändert, flüchten sich viele in Onlinewelten, um ein wenig Stabilität geniessen zu können.

4. Top: Was fehlt Computerspielen noch?

Mehr KI, mehr KI, mehr KI. Ich bin der Meinung, dass die 100%ige Integration von KI ins Spiel die nächste grosse Spielewelle auslösen wird. Mit linearen Spielen kann man heute kaum noch jemanden hinter’m Ofen hervorlocken, perfekt wäre also, wenn das Spiel selbst „leben würde.

5. Top: Im Spiel leben?

Grosse Chancen, die sich positiv, wie negativ auswirken können. Spiele können so viel mehr als amüsieren und Zeit vertreiben, hier geht es teils um digitale Sozialisierung. Da tun sich unendlich viele Möglichkeiten auf.
Shadowrun macht vor, wie Spiel und Drogen schon bald miteinander verschmelzen könnten: BTL – Better that Life.

6. Top: Das Spiel im echten Leben?

Das Leben war schon immer von Spielen durchdrungen und ich habe nicht den Eindruck, dass dies mehr wird. Wo früher das Mühlepaket aus dem Rucksack gezogen wird, wird heute das Handy angeschmissen. Spiel ist Spiel ist Spiel. ūüôā

Der einzige Unterschied ist der, dass digitale Spiele den Realitätssinn trüben können. Heute ist fast alles möglich, der Gamer will mehr, mehr, mehr und die Konsequenzen sind teils erschreckend.


Kommentieren