dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

20. September 2026

Befreiung aus den Fängen der kapitalistischen Amazonen

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles. — Feylamia @ 19:18

Nachdem der Konzern mit dem kleinen a beschlossen hat, dass noch völlig prima funktionierende E-Book-Reader in Zukunft aus seinem Ökosystem ausgesperrt werden, habe ich nun endlich mal einen lang gehegten Plan umgesetzt und meinen ältesten Kindle, einen Kindle Keyboard von 2011, gejailbreakt. Kinners, schöne neue Welt, es ist doch nicht alles schlecht! Das war ja richtig entspannt, das bin ich von früher nicht gewohnt: Dank des Jailbreak Wizards von Kindlemodding ging das SOWAS von rucki zucki. Schön, dann sind wir da ja erstmal zukunftssicher. Neue Bücher kaufe ich eh schon länger über genialokal, konvertiere sie und lade sie dann auf meine Kindles. Da spare ich mir in Zukunft also einen Schritt. Ich bin begeistert.

Als nächstes ist dann der Paperwhite dran, den ich in der alten Heimat nutze. Nur meinen „Hauptkindle“ behalte ich so erstmal bei. Ich finds manchmal ganz praktisch unterwegs mit der App auf dem Smartphone einfach dort weiter lesen zu können, wo ich zuhause am E-Reader aufgehört habe. Mal schauen. Aber eigentlich ist auch hier klar, dass das ein Ende haben wird, denn der nächste Reader wird auf jeden Fall ein Pocketbook.

18. September 2026

And there’s always somebody who says what the others just whisper

Orville Peck & Willie Nelson - Cowboys Are Frequently Secretly Fond Of Each Other (Official Video)

16. September 2026

Reif für die Insel

Beim Streamingdienst mit dem kleinen a gibt es momentan eine Serie zu sehen, die mich so arg an früher erinnert, dass ich ganz wehmütig werde. Ein bisschen wie Dawson’s Creek, aber eben modern.

Die New Yorker Zwillinge Annie und Connor erfahren, dass der Vater ihrer Adoptivmutter, ihr ihnen unbekannter Großvater, verstorben ist und ihnen eine Insel in Kanada vermacht hat. Annie ist neugierig und reist kurzer Hand auf die Insel wo sie die die einheimischen Teenies kennenlernt. So weit, so klischeehaft. Aber dann wirds eben doch spannend und mitreißend und stellenweise ganz zauberhaft. Ich will nicht spoilern, weil die Serie noch so neu ist, aber von mir gibt es auf jeden Fall eine dicke Empfehlung. (Schon alleine, weil es sich immer lohnt, Jeffrey Dean Morgan zuzuschauen.)

Sterling Point - Official Trailer | Prime Video


Die Dialoge sind der Knüller und filmisch bin ich auch überzeugt. Oh, und weil ich ja gerne Voraussagen treffe: Von Amélie Hoeferle und Bo Bragason werden wir noch viel sehen und es wird uns gefallen. (Für meine lieben Nerds: Ja, das ist die gleiche Bo Bragason, die wir auch in The Legend of Zelda werden bewundern dürfen. Ich bin gespannt wie’n Flitzebogen!)

15. September 2026

Die Stadt, die es doch gibt

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles. — Tags: , — Feylamia @ 18:50

Momentan bin ich einmal wöchentlich in Bielefeld – zum Glück nur ganz am Rande, aber das reicht schon, um einerseits beglückt zu sein, dass ich nicht mehr in der Großstadt wohne, und andererseits ein wenig wehmütig, weil es schon praktisch ist, wenn man so viele Einkaufsmöglichkeiten im engeren Umkreis hat. Ob ich allerdings jemals wieder in einer großen Stadt wohnen wollen würde? Ich weiß ja nicht. Angesichts des Klimawandels ist es schon schön, nicht in Betonwüsten existieren zu müssen. (Ja, ich weiß – Bielefeld ist sogar ziemlich grün im Vergleich zu anderen Städten. Aber im Vergleich zum Dorf oder zur Kleinstadt ist es eben trotzdem grau.)

14. September 2026

Endlichkeit …

Filed under: Körper 2.0 — Tags: , , , , , — Feylamia @ 17:28

… ist ja auch echt gruselig irgendwie. Ich bin mittlerweile in einem Alter und in einem Zustand, in dem man sich mit der eigenen auseinandersetzt. Deswegen habe ich mittlerweile nicht nur meinen alten Organspendeausweis (den hab ich seit den 90er-Jahren), sondern auch eine Patient*innenverfügung und ein Testament.

Um den digitalen Nachlass müsste ich mich eigentlich noch kümmern. Aber da weiß ich gar nicht, wem ich die ganze Datensortiererei aufbürden soll – das wird sicher noch schlimmer als bei der Rollenspielsammlung und dem ganzen Schreibkram und so. Huiuiui.

8. September 2026

Verskillt und zugenäht

Früher habe ich mich immer gefragt, wie die anderen es schaffen, so zu tun, als würden sie klarkommen.

Ich war knapp 40, als ich so richtig realisiert habe, dass die nicht nur so getan haben. Ich hab nur mein Leben auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt und deswegen einfach sehr viele Nebenquesten gemacht und mich deswegen unterwegs ein wenig verloren und dann eben viel viel später erst die richtige Klasse wählen können. Ooopsn.

A Diagnosis - feat. Rachel Bloom - "Crazy Ex-Girlfriend"

3. September 2026

No return, no return, no reason

Ich sprach dieser Tage mit neugewonnenen Freundinnen darüber, dass es eigentlich ein paar Themen in meinem Leben gibt, die ich früher verbloggt hätte, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das Schreiben verlernt habe. Darlene sagte dann etwas Kluges (macht sie häufig, es ist grauenhaft!): „man darf auch bloggen wenn man nicht schreiben kann. das internet ist ein wilder ort“. Und da hat sie ja auch Recht. Man kann ja heutzutage alles in diesem Internetz tun – und ganz besonders auch Schindluder treiben, wenn man mag. (Sogar Jan habt ihr haben die Flitzpiepen damit vertrieben. Es ist mir ein Graus!)

Ich beobachte das alles irgendwie mit großem Abstand und irgendwie trotzdem von innen. So richtig damit abgefunden, wie sich das Netz verändert hat, hab ich mich einfach noch nicht. Nicht ohne Komik, denn es wird mittlerweile wirklich schon seit geraumter Zeit shittifiziert.

Naja, aber wir können ja trotzdem noch unser Ding machen hier. Ich will schließlich meinem Sohn mal ein digitales Lebenswerk hinterlassen, das ihm Freude bereitet. ?

Apropos Freude: In November kommt die vierte und letzte Staffel Yellowjackets. Ne, was hat mich diese Serie abgeholt. Lord of the Flies, but make it feminist. Wie könnte ich das nicht lieben?! (Und vom fabelhaftern Soundtrack fange ich gar nicht erst an.)
Wie schön, zwischen all den Belanglosigkeiten zwischendurch Diamanten wie Arcane oder eben Yellowjackets zu finden.

Yellowjackets (2021) Official Trailer | SHOWTIME

Und ich bin nicht alleine mit meiner Liebe. Alanis Morrissette war so begeistert von der Serie, dass sie direkt den Theme Song gecovert hat. Wie nice ist das denn?!

No Return (Extended Version From The Original Series “Yellowjackets”)

21. Januar 2026

Das Leben ist seltsam …

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles.,Zockerschock — Tags: , — Feylamia @ 18:28

Kaum eine andere Videospielreihe hat mich in den letztenknapp vierzig Jahren so sehr abgeholt, durchgerührt und roh wieder ausgespuckt wie Life is Strange.
Und nun wurde ein letzter Teil mit Chloe und Max angekündigt. Ich flipp aus, ey. Geilomat.

21. Januar 2025

Musikalien

Ich erlebe das nicht mehr so ganz häufig, dass mich Stimmen direkt umhauen und … Dinge mit mir tun? In den letzten Jahren, seit Beginn der Pandemie, ist es aber ein paar Mal vorgekommen. Warum also nicht erzählen davon?

Da wäre zum Beispiel Sierra Eagleson:

Solsbury Hill - Peter Gabriel (Sierra Eagleson Cover)

Und Chase Holfelder:

MAJOR TO MINOR: What Does "How Far I'll Go" Sound Like in a Minor Key? (Moana Cover)

Oder auch Yungblud, dem ich meine ADHS-Diagnose zu verdanken habe. (Uff, ja, das Thema ist auch sehr blogbar …)

YUNGBLUD - mars (Official Video)

Gleich drei auf einen Streich. Nice.

18. Januar 2025

Feylamia in den Schatten

Ich denke dieser Tage aufgrund der politischen Weltlage viel darüber nach, wer ich eigentlich sein will und mit wem ich mich umgeben will. Und dabei hinterfrage ich natürlich auch immer wieder meine Social-Media-Nutzung, insbesondere jetzt die beim Meta-Konzern. Die leichengefledderte einbuchstabige Version von Twitter habe ich schon seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt.

Dabei ist mir aufgefallen, dass doch relativ viele Leute soziale Netzwerke mittlerweile komplett boykottieren und sie als unsozial ablehnen. Und den Grundgedanken kann ich sogar irgendwie nachvollziehen, aber nichtsdestotrotz halte ich diese Einstellung für schwierig und tatsächlich auch ableistisch. Denn zu sagen: „Wir kehren jetzt zurück zu ‚normalen sozialen Kontakten‘ und gehen weg von den sozialen Netzwerken und vom Internet.“, das funktioniert natürlich nur, wenn man Teil der privilegierten Mehrheitsgesellschaft ist, die überhaupt soziale Kontakte im „echten Leben“ haben kann. Das waren schon vor der COVID-19-Pandemie nicht alle – und seit die Pandemie wütet noch viel mehr nicht.

Leider zähle ich mich mittlerweile auch zu denjenigen, für die das Konzept „Party like it’s 1999“ nicht mehr tragbar ist. Zum Einen, weil ich schon so viele gesundheitliche Baustellen habe, dass ich mir persönlich eine Multiorganerkrankung mit potenziell weitreichenden oder gar fatalen Folgen nicht leisten kann und will, zum Anderen auch, weil ich meine Familie schützen und auch aus ethischen Gründen nicht an einem mass disabling event teilhaben will. Naja, und wenn man ganz ehrlich ist, sind viele Arten von Treffen dann einfach nicht mehr oder nur schlecht möglich. Vor allen Dingen in der Öffentlichkeit. Zumindest nicht, wenn man keine Lust auf Anfeindungen oder gar Übergriffe hat.

[Ich finde als Rollenspieler*in den Gedanken übrigens super charmant, dass man bei Familien, die wegen des fehlenden Schutzes seit der Pandemie nicht mehr am regulären Leben teilhaben können, von „Schattenfamilien“ spricht. Familien in den Schatten. Deutschland in den Schatten. Und um uns rum die Konzerne, die alles kaputt machen. Wild, oder, Chummers?]

Aber Dank sozialer Netzwerke kann ich eben trotzdem soziale Kontakte haben. Viele von diesen mit Menschen, die ebenfalls vorerkrankt sind oder vorerkrankte Angehörige haben. Und mit Menschen in ganz Deutschland, sogar auf der ganzen Welt. Das ist klasse. Das möchte ich nicht missen.

Womit ich aber natürlich d’accord gehe: Tech-Bros und Konzerne sollten nicht über soziale Netzwerke bestimmen können. Menschen und ihre Daten sollten kein Produkt sein. Deswegen ist für mich das Fediverse eigentlich die einzige gangbare Lösung. Und eine wirklich schöne noch dazu.

Older Posts »

Powered by WordPress