dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

19. Februar 2006

Aufruf

Filed under: Haihappen,Zockerschock — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 21:42

Neulich unterhielt ich mich mit jemandem (weiss nicht mehr, wer’s war) und erwähnte unseren guten alten Plus 4. Deswegen:

Ich suche nach einem Spiel für den Commodore Plus 4. Man war ein kleines Männchen und musste Haie und sonstiges Meergedöns totschiessen. Mehr fällt mir nicht mehr ein und google kann mir nicht helfen. Wie heisst dieses Spiel? Zur Hülf!

Crashkurs im Muschelöffnen

Filed under: dichotomy empfiehlt,Film & Fernsehen,Queerschläger — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 18:46

play.com bietet jetzt Tipping the Velvet für schmackofatzige 7,99 Euro inkl. Versand an. Wer da nicht zuschlägt, ist selber Schuld – tolle Story und noch tollere Aufmachung. BBC Produktion halt.

nicht wissen, was man tut

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles.,Queerschläger — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 13:18

Andernblogs bin ich über „fucking faggots“ gestolpert – das ist ja bekanntermassen das „doofmann“ der Gamerszene. Als ich darauf hinwies, dass ich sowas nicht so schön finde, kamen zwei Reaktionen:

  • Vom Blogschreiber unter den Namen Der Homophob ein „Bist Du schwul oder was?“
  • eine „wenn’s dir nicht passt, dann logg dich doch aus und mach mal real life“-Arie von einem Leser

Manchmal frage ich mich, warum ich mir das eigentlich immer wieder antue, über (vor allem unterschwellig) homophobes zu schreiben und die Leute darauf hinzuweisen, dass das nicht okay. Als Resultat daraus ergeben sich für mich sowieso immer wieder negative Konsequenzen. Wie oft habe ich schon gehört, ich würde mich über meine Sexualität definieren oder ich würde sie zur Schau tragen, ich sei „penetrant lesbisch“ und heutzutage müsste das doch nicht sein.
Das Problem an der Sache ist nur, dass das anscheinend eben doch sein muss. Als ich mit meiner Freundin vor einigen Jahren Zug gefahren bin, sassen da ein paar Jungs, starrten uns an und meinten dann irgendwann „Seid ihr etwa lesbisch?“ Wir haben lediglich Händchen gehalten, wohlgemerkt. Also nicht unsere Sexualität zur Schau gestellt, sondern höchstens unsere Nähe oder meinetwegen auch, dass wir uns lieben. Aber ich habe noch nie erlebt, dass ein Homosexueller ein Heteropaar angestarrt hätte: „Seid ihr etwa hetero?“
Klar, dann heisst es wieder, „Ja, aber Homosexualität ist eben nicht so verbreitet!“ Ja, und? Linkshänder oder Rothaarige gibt’s noch weniger als Homos, da kommt keiner hintenrum angeschissen: „Boah, schreibst Du etwa mit links??“

Vielleicht sollte ich mir einfach einen rosa Winkel annähen, mich im Bus nach hinten setzen und nur noch heimlich verliebt sein. Einfach Herz und Hirn ausschalten, wenn ich täglich im Film, Funk und Öffentlichkeit mit Homophobie konfrontriert werde. Einfacher wär’s bestimmt. Aber wenn alle so denken, dann wird sich nie was ändern und klein Ernst aus der Provinz schlitzt sich die Arme auf, weil er sich in Fritz verliebt hat. Und dann fühl ich mich schuldig. Egal was ich tu, gearscht bin ich immer. Schöner Mist.

So, jetzt wieder weg vom nöligen Exkurs und hin zu dem anderen Blog und dem, was da geschrieben wurde. Da der Schreiberling offensichtlich Kevin Smith mag, habe ich das Gucken von Chasing Amy empfohlen, da kann er noch was lernen:

ALYSSA
So your friend’s quite the homophobe.

HOLDEN
He just feels left out, I think.

ALYSSA
I’m not talking about his infantile hang-up with me. I’m talking about when you two were playing that game. Everytime he swore – when his players messed up, he called them cocksuckers, he referred to the players as queers, he called you a cock-teaser…

HOLDEN
I thought he was talking to you.

ALYSSA
I know you think it means nothing, and it may in fact be unintentional, but it’s ugly all the same.

HOLDEN
He was just pissed he was losing.

ALYSSA
So he slams the gay community?

HOLDEN
C’mon. Don’t get all p.c. on me.

ALYSSA
I’m not. But what is that saying?

HOLDEN
It says he gets too easily frustrated.

ALYSSA
It’s passive/agressive gay-bashing.

HOLDEN
How do you figure?

ALYSSA
How casually did it roll off his tongue? And that’s how he expresses his anger? By calling people faggots?

HOLDEN
I think you’re reading too much into it.

ALYSSA
I think you’re just so used to it that it rolls off your back. I’ve heard the two of you play your little rank out game where one insists the other is gay. (as the boys) „You’re a faggot. No, you’re a faggot.“ It’s cute and all to watch you go at it like grade-schoolers, but it’s also offensive – labeling and ducking the label of being gay as if it were the scarlet fucking letter.

HOLDEN
You’re blowing this way out of proportion. We live in a more tolerant age now. You refer to yourself as a dyke. Hooper calls himself a faggot all the time…

ALYSSA
Yeah, but that’s what’s known as empowerment/ disempowerment. I call myself a dyke so it’s not too devastating when some throwback screams it at me as I’m leaving a bar at night.
Same for Hooper – by calling himself a faggot, he steals the thunder away from the mouthy jerks of this world who’d like to beat him to it. But the difference between us having it and your friend saying it is miles wide.
We say it to mask the pain – you say it for lack of a better expression at any given moment. No Holden, we do not live in a more tolerant age. And if you think that’s the case, then you’ve been in the suburbs way too long to be resuscitated.

Ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen, finde ich, und ist immer noch wahr, obwohl der Film von 1997 ist.

The Ballerspiel Connection

Filed under: Zockerschock — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 12:20

Irgendwie sind manche Leute sehr, sehr seltsam. Da fragt ein Mädel, ob irgendwer mit ihr Counterstrike Source spielen will, und dann kommen Reaktionen im Stil von „Bäääh, das ist so brutal und doof!“, „Wie kann man nur so einen hirnlosen Mist spielen?“ oder „Lies lieber mal ein Buch.“ – na, jedem seine eigene Meinung, aber doof oder hirnlos? Das sind Spiele wie CS:S, Far Cry und Co. mit Sicherheit nicht – schließlich geht’s da um Taktik und Geschicklichkeit. Und der Chirurg, der eure Kindern in zwanzig Jahren wieder zusammenflickt hat die flinken Hände bestimmt nicht nur vom Seiten umblättern. *grummel*
Allein Bücher und (neuere) Computerspiele zu vergleichen zeugt von Nichtkenntnis. Beide Medien haben nun wirklich sehr wenig gemeinsam, sieht man einmal von RPG-Soloabenteuern ab, die natürlich auch eine gewisse Interaktivität zulassen.

Und wo wir gerade dabei sind. Zockerweibchen sind ja schwer im Kommen, auch in den E-Sports sehr erfolgreich und teilweise auch in sehr bekannten Clans und Gilden aktiv. Trotzdem scheinen die meisten männlichen Gamer sich teilweise schwer damit zu tun und Mädchen werden statt als Mitspieler / Gegner erst mal als a) Loser und b) potentielle Sexualpartner gesehen. Seltsam. Woran liegt das? Wenn ich online spiele, ist mir egal, welches Geschlecht der Mitspieler hat – Hauptsache, er/sie taugt was. Liegt das daran, das ich eben aus dem „schwachen“ Lager komme? *Kopf kratz*
Gamer sind generell irgendwie sehr konservativ. Ich hab im WoW-Chat schon tausend Mal Sachen wie „Oha, 24 fängt an, ich muss los.“ gelesen, aber wenn man 24 in dem Satz durch „Gilmore Girls“, „7th Heaven“ oder „das Yankees Spiel“ ersetzt, dann gibt’s mindestens einen Kommentar.
Irgendwie beruhigend – selbst bei unter den social outcasts gibt es welche, die noch social outcastiger sind als die anderen. hihi

15. Februar 2006

Stöckchen

Senor killefit warf und ich hab einfach mal aufgefangen.

Vier Jobs, die ich mal hatte:

  • Waren auspacken und auszeichnen beim Einkaufsmarkt gelb/grün
  • Hausaufgabenhilfe für die Caritas
  • Lampen schrauben
  • studentische Hilfskraft

Vier Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann:

  • Pretty Woman
  • But I’m a Cheerleader
  • Lord of the Rings
  • Buffy the Vampire Slayer (Serie, aber auch toll)

Vier Städte, in denen ich gelebt habe:

  • eigentlich nur Bad Meinberg und Dublin… 😀

Vier TV Shows, die ich liebe/ anschaue:

  • The L Word
  • Buffy the Vampire Slayer
  • Gilmore Girls
  • Kuttner

Vier Plätze, an denen ich Urlaub gemacht habe:

  • ehemaliges Jugoslawien
  • Schweden
  • Frankreich
  • Dänemark

Vier Sachen, die ich gerne esse:

  • Pizza
  • Döner
  • Baguette a la Fey
  • Feta in jeglichen Variationen

Vier Seiten, die ich täglich besuche:

  • google (startseite im firefox)
  • blogosphäre
  • webmail.uni-bielefeld.de
  • gmx.de

Vier Plätze, an denen ich jetzt lieber wäre:

  • Wien
  • Dublin
  • Sydney
  • bei Mama im Bett

13. Februar 2006

Büroweisheiten

Filed under: Academia,Kluge Worte — Schlagwörter: , , , , — Feylamia @ 17:02

Brontë Sisters? Ist das ’ne Musikgruppe?
– Feldhase

Fazit des heutigen Tages:

Jane Austen und OpenGL in einen Sack packen und draufschlagen. Triffst immer den Richtigen.

8. Februar 2006

Regenbögen in Azeroth, Part II

Filed under: Queerschläger,Zockerschock — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 15:25

Oha, der Spiegel schreibt nun auch über Blizzards Homopolitik:

[…]
Gleichzeitig löste die Affäre eine Debatte über die Frage aus, wie viel reales Leben denn nun in eine Spielwelt hinüberschwappen darf. Schließlich ist WoW im Kern ein Rollenspiel – und ist ein Ork nicht ein Ork, egal, ob er weibliche oder männliche Artgenossen liebt? Oder umgekehrt – darf ein Familienvater Mitte dreißig im Spiel die Identität einer lesbischen Zwergin annehmen? Manche meinen, wer seine sexuelle Identität zum Thema machen wolle, solle das bitteschön in einem Spiel nur für Erwachsene tun.

„Bereitet euch auf die WoW-Vermögenssteuer vor“
Das Thema „political correctness“ ist definitiv in den virtuellen Welten angekommen – im Moment tobt auch ein Disput über das Niedermetzeln von amerikanischen Ureinwohnern im (offline zu spielenden) Western-Game „Gun“. Gameblog Kotaku meint: „Sieht aus, als ob die wirkliche und die virtuelle Welt täglich näher aneinander heranrücken. Bereitet euch darauf vor, demnächst WoW-Vermögenssteuer zu bezahlen.“ Und in der Tat wird es, wenigstens aus PR-Gründen, auf die Dauer kaum möglich sein, das Draußen aus dem Drinnen herauszuhalten. Bei der wie gewohnt hochklassigen Diskussion bei TerraNova brachte es einer auf den Punkt: „Ich vermute, Blizzard könnte auch eine Gilde nur für Schwarze verbieten. Ich würde zu gerne sehen, wie sie das versuchen.“
[…]

Quelle: spiegel.de

Weiterhin findet sich im Artikel der komplette Brief, den Lambda legal jetzt an Blizzard geschrieben haben – man darf gespannt sein., was da noch kommt.
Interessant mal wieder die Kommentare im Kotaku Blog – es verwundert mich immer wieder, dass so viele Menschen denken, dass Homosexualität nur daraus besteht, dass sich Männer gegenseitig etwas in den Po stecken.

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