dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

2. September 2012

The Nutty Professor

Blog-Event LXXXI - Knacken & Backen und eine KitchenAid gewinnen! (Einsendeschluss 15. September 2012)

Vor ein paar Tagen stieß ich im Kochtopf auf einen Wettbewerb.

Ich zitiere:
„Nächsten Monat knackt dieses Blog die 8, sprich acht Jahre 1x umrühren bitte aka kochtopf! Deshalb und weil ich – wie ihr wisst – gerne backe heisst das Thema diesen Monat knacken & backen! Bis zu den Feierlichkeiten im September lade ich also recht herzlich ein Walnüsse zu knacken und zu verbacken.“

Da MUSS ich natürlich mitmachen. Schließlich gibt es eine KitchenAid zu gewinnen … ihr erinnert euch? Das wäre doch was … eine KitchenAid gewinnen! Da werde ich ja ganz nervös! Aktuell zerschießen wir ja so ungefähr einen Mixer im Jahr … wir mixen ausgesprochen viel.

Was nun aber backen? Und überhaupt: Backen? Nicht so meins! Also suchte ich in mir nach etwas, das zwar Backen beinhaltet. Aber nicht so viel. (Ihr ahnt es schon, die Regeln besagen, dass man backen soll …) Mir war schnell klar, dass der Großteil aller Rezepte Muffins und Kuchen sein würde. Da wollte ich mich nicht auch noch einreihen, das ist Miss Jacksons wissenschaftliches Spezialgebiet, das klassische Backen.
Und da kam mir die Idee: Ein Walnuss-Bento! Ihr erinnert euch, Bentos sind die niedlichen kleinen Mahlzeiten aus Japan, die hübsch aussehen und nahrhaft sein müssen? Na, da passt doch die Walnuss perfekt dazu! Und weil ich keine thematisch passende Bentobox habe, wurde ausnahmsweise auf einem Teller serviert. (To do: Auf eBay nach neuen Bentoboxen gucken!)

Ich präsentiere also (Achtung, es folgt ein unglaublicher Wortwitz, angelehnt an den großartigen Film Der verrückte Professor mit Eddie Murphy! Trommelwirbel bitte!):


Den nussigen untoten Professor!
(„Nutty“ bedeutet sowohl „nussig“ als auch „verrückt“. Verrückt, oder?)

Prof. Dr. Zombie meint: „Wo habe ich nur wieder meinen Kopf gelassen?!“
(Für eine annotierte Version einfach aufs Bild klicken. Ich habe da nämlich ganz großes Kino gebastelt, ihr Lieben! ;))

Zutaten:

  • 200 g Bulgur
  • 3 TL scharfes Ajvar (oder anderes Paprikamark), ich nehme immer das aus dem Jibi)
  • 1/2 Tube Tomatenmark
  • 2 EL Essig (ich nahm Balsamfrutta Apfel)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz & Pfeffer
  • Walnüsse, dafür außerdem:
    • Butter
    • Zucker
  • beliebige Dekoration (ich nahm eine Haselnuss, zwei Tomatenblüten, Tomatenmark, Käse (Cheddar) und Kräuter (Schnittlauch, Rosmarin, glatte Petersilie, normale Petersilie)

Normalerweise gehören in dieses Rezept jeweils etwa 1/2 Bund Frühlingszwiebeln und Petersilie. Die Zwiebeln habe ich weggelassen, um eine bessere Konsistenz zum Formen zu erreichen, Petersilie habe ich als Deko genommen.

Die Zubereitung des Bulgurs ist sehr einfach:

  1. Kochendes Wasser über Bulgur gießen und die Körner quellen lassen. Derweil Essig & Öle zusammenmischen und Petersilie und Zwiebeln und ein paar Walnüsse fein hacken. (Fein nur deshalb, weil wir hinterher noch etwas aus der Masse formen wollen – wenn ihr einfach nur so Bulgur machen wollt, darf das gerne etwas gröber sein!)
  2. Nach dem Quellen Tomatenmark & Ajvar dazugeben und gut vermischen.
  3. Dann Öl & Essig dazugeben und gut vermischen.
  4. Zuletzt das Grünzeug und die Nüsse dazugeben und gut vermischen.

(Der Tennisarm lässt grüßen – ihr merkt schon, warum ich gerne eine KitchenAid hätte, oder? :mrgreen:)

Um den perfekten Geschmack zu erreichen, würde ich das rote Gold jetzt einen Tag lang in den Kühlschrank stellen, wo alles gut durchziehen kann. Geht aber auch so prima. 🙂 Mit Salz und Pfeffer abschmecken würde ich erst kurz vor der weiteren Verarbeitung.

Bevor es jetzt weitergeht, karamellisiert ihr die Nüsse, damit sie schön knackig sind. Dazu bestreicht ihr sie mit etwas Butter, bestreut sie mit Zucker und gebt sie bei ca. 250 °C so 10-15 Minuten in den Ofen. (Ja, ich weiß, das geht auch in der Pfanne, aber ich bei mir gibt das immer einer peinliche Sauerei … Außerdem wollte ich doch was backen!)

Jetzt können kleine Männchen aus der Bulgurmasse geformt werden – diese werden halb geköpft und mit dem Hirn, einer halben Walnuss, versehen. Verziert werden kann das ganze nach Belieben – der (grauenhaften) Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wer eine kleine Landschaft basteln will, der hackt einfach noch mehr Walnüsse klein – die machen sich super als Boden. Oder, wie bei mir, als frische Grabhügel. Aus Käse kann man lustige Grabsteine schnitzen und Kräuter geben tolle Bepflanzung ab. Und mit dem restlichen Tomatenmark lässt sich auch noch allerlei Schabernack treiben: Blutige Fußspuren, Handabdrücke, Kritzeleien, und und und …
(Ich glaube, wir haben in letzter Zeit zu viel The Walking Dead gesehen. Hm.)

Das ganze ist sicherlich ein Hit auf Kindergeburtstagen, Mottoparties und an Halloween. Wer sich richtig austoben will, der färbt die Bulgurmasse einfach noch mit Lebensmittelfarbe oder baut auch noch ein paar Zombies aus Sushireis, die sich auch in hellen Tönen färben und mit Tomatenblut verzieren lassen.

Das hat Spaß gemacht … Mein nächstes Rezept wird aber vermutlich weniger wahnsinnig! 😉

Zitat des Tages: Dem Internet gehts gut

Filed under: Kluge Worte — Schlagwörter: , , , — Feylamia @ 12:27

[…] ich glaube, ich muss kein Netzaktivist sein, weil das Internet nur ein Werkzeug ist. Ich benutze ein Telefon und einen Kühlschrank, aber ich muss nicht mit jedem darüber reden, wie fantastisch das ist. Ich finde es wichtiger, ein Beispiel vorzuleben. Ich muss Internet nicht bewerben, dem gehts gut.

Hätte ich lieber im englischen Original gepostet – war bestimmt netter … aber seis drum. Amanda Palmer bei Zeit Online.

Von Kirmesmusik zur Magnusparty

Filed under: dichotomy empfiehlt,Web-TV — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 10:13

Und dann stolperst Du auf amazon plötzlich über die ehemalige Sängerin von Magic Affair …

… und sie macht jetzt mit kurzen Haaren deutschsprachigen Poprock:

FRANCA - EIN MEER VOLL DIR

Und alle Lesben so: „Yeah!“

31. August 2012

google’sche Geschmacksverirrung

Filed under: Kluge Worte,Kuriose Käufe — Schlagwörter: , , , — Feylamia @ 15:04

Neues Spielzeug besorgt. Nach dem Einrichten empfangen worden von:

Außerdem befinden sich auf dem Nexus 7 bereits einige unterhaltsame Inhalte zum sofortigen Anschauen und Lesen.

Hey, google? Transformers 3 ist vieles. Aber nicht unterhaltsam. 😉

26. August 2012

Wenn Eminem ein Mädchen wäre …

Filed under: Musik,Web-TV — Schlagwörter: , , , , — Feylamia @ 14:33

… wäre er dann eher wie Kelly Clarkson

Kelly Clarkson "Lose Yourself" Eminem

oder

Taylor Swift - Eminem's "Lose Yourself" and Uncle Kracker's "Smile" Grand Rapids, MI

wie Taylor Swift?

Discuss!

25. August 2012

Mach mir ein Sandwich, Schlampe!

Filed under: Queerschläger,Zockerschock — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 10:28

Welche weibliche Spielerin kennt es nicht. Man spielt online … vielleicht ein MMORPG oder einen Shooter … und alles ist fein. Bis man erwähnt, dass man eine Frau ist. Oder bis der Gildenchat in einen Voicechat verlagert wird. Und schwupps gehen die frauenfeindlichen Kommentare und dummen Witze los. So auch im Forum des Spiels Dungeons of Dredmor: „Oh my.. female with cake AND pie in her nickname? Welcome! Get in the kitchen!“ Und anstatt der üblichen Reaktionen (Spieler wird gebannt oder auch nur ermahnt, Thread wird gelöscht, die Frau verlässt genervt das Forum) haben die Developer einfach mal alles richtig gemacht: Temporärer Bann & Aufklärung. Und zwar auf eine extrem eloquente Art und Weise. Lest das nach bei Cakepie.

Kostprobe gefällig?

Now that I’ve, weirdly, been part of making a game and it’s got a forum, I’m not going to tolerate a tone that alienates anyone traditionally disempowered by gaming communities, be it women, GLBT folk, etc, – even unconsciously. Hence my insta-rage and banning.

Davon will ich mehr sehen!

23. August 2012

„Ich könnte natürlich auch die Karte rezitieren …“

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles. — Schlagwörter: , — Feylamia @ 18:11

Letztes Wochenende waren wir mit fünf Freunden (Nein, nicht den fünf Freunden. Anderen fünf Freunden.) Eis essen. Bei Giovanni L. in Bielefeld – und zwar auf unsere Empfehlung. Das war ein riesiger Fehler. Denn wo wir letztes Mal freundlich (wenn auch etwas anstrengend überfreundlich ;-)) bedient wurden, sah es diesmal ganz anders aus.

Wir brauchten knapp zehn Minuten, bis alle da waren und um uns alle zu entscheiden, was wir nehmen. Das war der Bedienung anscheinend schon etwas zu viel – wir wurden innerhalb dieser zehn Minuten sechs mal (allerdings auch von unterschiedlichen Damen) gefragt, ob wir uns schon entschieden hätten. Von der jungen blonden Dame (vielleicht Anfang, Mitte zwanzig?) direkt mehrfach und immer genervterem Tonfall. Ihre brünette Kollegin (sie war neu, sagte sie) und ihre jüngere blonde Kollegin dagegen blieben stets freundlich und höflich.

Es folgt nun ein Drama in drei Akten. 😉

Eine Freundin von uns ist Veganerin. Und zwar eine von der eher umkomplizierten Sorte. Sie fragt nach Kaffee mit Sojamilch. Sojamilch steht nämlich auf der Karte. Aber unsere Bedienung sagt, Sojamilch gäbe es nicht. Meine Freundin fragt, ob es in Ordnung wäre, wenn sie sich dann einen Kaffee to go mit Sojamilch von nebenan holt, da wir anderen sechs ja hier essen wollen. Nein, geht nicht, das könne sie nicht erlauben, antwortet die Bedienung. Okay, so weit, so gut (wenn auch schon nicht so richtig kundenfreundlich, finde ich). Notgedrungen entscheidet sich unsere Freundin also für ein Eis, fragt nach Sorten ohne tierische Nebenprodukte. Die Fruchteissorten „müssten eigentlich okay“ sein, meint die Bedienung. Vielleicht bin ich kundenservicetechnisch verwöhnt aber „müsste“ und „eigentlich“ ist da fehl am Platz. Bei unserer Freundin ist das gesundheitlich nicht so wild (wobei das schon moralisch fragwürdig ist, Veganern Tierprodukte anzudrehen), aber ich kenne durchaus auch Menschen mit fiesen Allergien und Intoleranzen – wird denen da auch mit „müsste eigentlich“ ein Eis verkauft, das ihnen potenziell richtig Probleme macht?
Eigentlich hätten wir da schon aufstehen und gehen sollen, denke ich. Im Nachhinein ein Fehler. Nun ja, weiter geht es; Meine Schwägerin in spe möchte einen Eisbecher. Die gewünschten Sorten gibt es nicht mehr. Sie fragt nach Alternativen und wird prompt zur Eistheke geschickt. Die Bedienung frotzelt leise schnippisch hinterher: „Ich könnte natürlich auch die Karte rezitieren …“ Verzeihung, aber wir sind durchaus des Lesens mächtig. Das Problem ist nicht, dass wir die Karte nicht verstehen. Das Problem ist, dass die Karte den Tagesstand nicht abbildet. Ein einfaches „Sorry, Sorten x, y und leider auch z sind heute ausverkauft“ hätte es problemlos getan. Warum so zickig?!
Nun ja, was lange währt, wird endlich gut: Das Eis wird serviert. Die Smoothies sind mehr Saft als Smoothie und das Eis der Freundin rechts von mir ist extrem angeschmolzen. Da stand anscheinend einiges etwas länger an der Theke als noch vor ein paar Tagen, wo meine Frau und ich gefrorene Speisen und Getränke bekamen.

Als wir dann wenig später sagen, dass wir bitte zahlen möchten, nimmt die Dame das zur Kenntnis. Und geht erst einmal in aller Seelenruhe andere Bestellungen notieren. Was ich verstehe. Aber dann geht sie Tische putzen und Mobiliar zurechtrücken (wohlgemerkt tut sie das zwei Mal, im Abstand von mehreren Minuten, beim gleichen Tisch und Stuhl) – das verstehe ich nicht. Nach knapp fünf Minuten geht sie zur Kasse, will unseren Bon ziehen. Stellt dann fest, dass sie den schon in der Tasche hat. Völlig zerknickt. Egal, sie streicht ihn glatt, meint zu uns „Ach, den hatte ich ja in der Tasche“ und beginnt zu kassieren. Zuerst bei mir. Sie fängt an, zusammenzurechnen und ist dann ein wenig damit überfordert, dass ich auch das Getränk meiner Frau bezahle und nicht nur ihr Eis („Verdammt,“ flucht sie, meint dann, jetzt ginge das nicht mehr und schreibt neu auf) und kassiert dann immerhin ansatzweise zügig ab. Bei allen anderen. Nur nicht bei meinem Schwager in spe. Merkt, dass nicht alles durchgestrichen ist auf ihrem Bon. Und fragt in genervtem Tonfall in die Runde: „Wer muss noch bezahlen?!“
Und dann ist sie anscheinend auch noch muffig, dass sie kein Trinkgeld bekommt? Auf jeden Fall schlägt sie im Gespräch mit Kollegin (oder Chefin?) den Kopf auf die Theke. So, dass wir es sehen. Na Mahlzeit. Hoffen wir, dass die junge Dame noch andere Berufsoptionen hat. Als Dienstleisterin oder Servicekraft sehe ich keine rosige Zukunft für sie.

Oh, Moment, ganz vergessen, etwas Lob habe ich doch. Nach zwanzig Minuten kam die junge Dame zu mir: „Kann es sein, dass Sie kein Kissen haben?!“ War so. Fand ich aber wirklich nicht schlimm, sonst hätte ich was gesagt. Aber schön, dass es ihr aufgefallen ist und sie mir (fast freundlich!) noch eines brachte.

Meh. Bin schwer enttäuscht und werde da sicher so schnell nicht wieder einkehren …

„Homosexuelle kriegen biologisch keine Kinder“

Filed under: Queerschläger — Schlagwörter: , , , — Feylamia @ 17:45

Das sagt zumindest Franz Josef Wagner von der Bild. Ich kann ihn aber beruhigen: Meine Frauenärztin meinte bei meinem letzten Mal, bei mir wäre alles in Ordnung. Ich kann also biologisch Kinder kriegen. Alles gut. 🙂

10. August 2012

David Foster Wallace: „This is Water“

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles.,Web-TV — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 20:48
This is Water - Part 1

This is Water - Part 2

Analog twittern

Filed under: Kluge Worte,Kurz & Knapp — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 20:20

Neulich im Büro: Tür geht auf, Kollege guckt rein und meint nur so: „Ich twittere mal analog: Kaffee ist fertig!“ Ich lachte.

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