Dieser Tage bekam ich Werbepost von Nivea und diesmal war ich sehr amüsiert ob des Inhalts:
Twinkle, twinkle, little staaaaaar
Die verkaufen jetzt so Bodylotion, mit der man glitzert wie ein Diamant. Springen die etwa auf den Twilight-Zug auf? Immerhin glitzert der schöne Edward da im Sonnenlicht wie besagter Edelstein. Hm …
Gekauft habe ich die Bücher nur, weil ich gesehen habe, dass der wunderschöne Robert Pattinson im Film die Hauptrolle spielt – damit war klar, dass ich das gute Stück sehen muss. Und da ich lieber erst das Buch lese, bevor ich einen Film anschaue, habe ich letzte Woche flott noch mal die ersten drei Bände bestellt und Samstag klingelte der Postmann auch brav und brachte das Paket. Ich habe die ersten beiden Bände direkt am Wochenende gelesen, Band drei auch zur Hälfte, die zweite Hälfte dann noch flott gestern Abend, jetzt bin ich so fünfzig Seiten vor Schluss. Band vier dürfte morgen, spätestens übermorgen in der Post sein.
Und? Wie sind die Bücher nun so?
I’m a sucker for teenie romances (no pun intended), insofern bin ich wohl auch Zielgruppe, obwohl ich vielleicht schon etwas zu alt bin. (Böse Züngen könnten behaupten, ich wäre außerdem etwas zu lesbisch und feministisch, um den Büchern etwas abzugewinnen, aber ich lese auch gerne victorian novels, in denen die schönen alten Rollenbilder ja noch viel extremer sind.)
Was mir ein wenig abgeht ist eine tiefere Ebene – bei Buffy, Harry Potter und Co. gibt’s sehr viel an spezifischer Mythologie. Die Twilight Saga hat da weniger an Hintergrund. Aber die Bücher wollen wohl in erster Linie eine gelungene Teeniegeschichte mit Liebe und ein wenig Grusel sein und das gelingt Frau Meyer imho recht gut. Ich nehme an, Jog, der sich nebenan (sicher auch aus googligen Gründen ) gerade fragt, ob er sie mal lesen sollte, wäre nicht so begeistert wie ich.
Alles in allem würde ich mich aber durchaus als Twilight-Freund bezeichnen, auch wenn ich damit nicht gerechnet hatte, nachdem der female nerd (sieht doof aus mit männlichem Artikel, aber noch seltsamer mit weiblichem!) ja alles andere als begeistert war.
Der obligatorische Bettellink zum Set (in englischer Sprache, versteht sich) mit den gebundenen Büchern ist der hier:
Und Poster gibbet auch:
Und den Trailer zum Film gibt’s auch noch dazu:
Schon anhand des Trailers kann man sehen, dass Buch und Film mal wieder zwei komplett unterschiedliche Dinge sind. Aber das ist man durchaus gewohnt. Schade auch, dass hier in OWL nirgends die OV zu laufen scheint.
Die komplette Serie gibt’s jetzt bei amazon für 79,90€ – ich muss gestehen, da werde ich schwach. Überall sonst kostet sie das doppelte und 160 Euro ist mir einfach zuviel. Aber für den Preis schenke ich sie mir zu Weihnachten. Da muss Rowlings neues Werk The Tales of Beedle the Bard in der Collectors Edition einfach mal weichen…
(Ob ich diese schamlose Werbelinkerei gut finde, muss ich mir noch überlegen. Aber wer nicht über ‘nen Werbelink bestellen will, der kann ja einfach so flott bei amazon gucken.)
Edit: Die Preise ändern sich ab und an, ich hab’s für 80 Euro bekommen und zwischendurch stieg der Preis gar wieder auf 130 Euro.
Ich habe neue Kopfhörer bei amazon bestellt und wollte kein Porto zahlen. In solchen Fällen gucke ich dann immer nach Büchern, um über 20€ zu kommen. So auch diese Woche. Nachdem ich neulich schon “Landing” von Emma Donoghue verschlungen habe (jedes Buch, in dem Dublin mitmacht, ist mein Freund!) nun nochmal was fürs Herz schien mir sinnvoll. Also ab in die lesbische Literatur-Kategorie und mal geschaut, was denn gute Bewertungen hat und sofort lieferbar ist. Und ins Auge gefallen ist mir “Hunter’s Way” von Gerri Hill. Kam dann auch gestern an, zusammen mit den Kopfhörern.
Homicide detective Tori Hunter was used to doing things her way. But even after six different partners in seven years, she was not prepared for the hot-tempered Samantha Kennedy.
Samantha, on the other hand, was trying to juggle a new job, a demanding boyfriend, and now finds herself with an even greater challenge – being partnered with the most difficult detective in the entire squad.
After a brief terrorist scare disrupts their serial killer investigation, the two women find themselves growing closer. Sam begins to question the relationship with her longtime boyfriend, and Tori, never one to allow anyone to get too close, begins to feel her defenses slipping in Sam’s presence.
A serial killer and drug deals gone bad; the two detectives struggle with their feelings, trying to maintain their professional relationship while keeping their nearly flammable physical relationship in check.
Gut, okay, das mit der lesbischen Polizistin ist schon ein wenig ein Klischee, aber ansonsten kommt das Buch größtenteils ganz gut ohne aus. Die Kriminalgeschichte ist gut – klar kann die Storyline nicht mit “Prime Suspect” und ähnlichen mithalten, aber das muss sie auch nicht – und die Liebesgeschichte ist auch hübsch gemacht. Kann man sehr gut kaufen, ich hab das Buch gestern Nacht gegen eins angefangen und dann trotz Müdigkeit in einem durchgelesen. Prädikat lesenswert also. Und büschen sexy isses auch, also mit den Hormonen aufpassen, ne.
Rouven macht’s vor und ich mach’s nach, für sowas grandioses kann ich meine semistrenge “eeeek no pictures!!”-Policy mal kurz außer Kraft setzen:
Fifties Fey, Grunge Fey und ihre Schwestern.
Meine Herren, in den Fifties (ganz unten) hätte ich auf den Titelbildern der Beebo Brinker Chronicles (note to self: nochmal BB Chronicles lesen und drüber bloggen) sein können. Groovy!
Dem Titel kann man doch nur schwer widerstehen, also schnappe ich mir direkt das Stöckchen vom female nerd.
Drei Sätze aus dem Buch, was ich gerade lese (Silver on the Tree von Susan Cooper), auf Seite 123, ab Satz fünf:
Jane shrieked, and then Simon was past her in a flurry of arms and legs, clutching at Lewis, crying out as the toe of one heavy boot met his own shin. Simon was never quite sure precisely what happened then. Fighting to drag Caradog Lewis away from John Rowlands’ inert form, he found himself suddenly thrust down towards the sea in Lewis’ grip, quite unable to resist.
Den Herrn der Ringe habt ihr mir genommen und dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen. Zugegeben, Peter Jackson hat gute Arbeit geleistet – aber meine Helden von Emoteenies zerfleddert zu sehen, die auch in ihren kühnsten Träumen das grandiose Buch niemals lesen würden, weil es mehr als 10 Seiten hat und nicht hauptsächlich aus Bildern besteht, tat und tut immer noch weh.
Und nun macht ihr das gleiche mit Wintersonnenwende. Das ist verabscheuenswert.
Genau wie Bianca nebenan habe ich mich riesig auf den neuen Band gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Das Buch lohnt sich, echte Potter-Fans kommen wieder voll und ganz auf ihre Kosten, es ist für jeden was dabei.
…daran gab’s ja für mich nie Zweifel. Und dass Peter Jackson im Film so schön Subtext eingebaut hat, hat mich sehr gefreut. Und genauso freut’s mich, dass die anderen Frodo/Sam Shipper da draussen ganz grandiose Videos machen:
Hach, so ein wenig Romantik ist doch genau das Richtige vorm Schlafengehen. Und “Everything” kann man sowieso nicht oft genug hören, finde ich…
Unter der Überschrift “Harry Potter für Schwule” berichtet onlinekosten.de über Fan Fiction und kriegt dafür den güldenen rosa Winkel von mir, weil so negative Schwingungen von den Formulierungen ausgehen.
Die Überschrift alleine ist schon der helle Wahnsinn. Da in HP bisher nur heterosexuelle Paarungen vorkommen, dürfte ich den wohl eigentlich gar nicht lesen, denn das ist ja dann “Harry Potter für Heterosexuelle”.
Am liebsten mag ich diesen Kommentar:
Harry mal anders
“Dracos warmer Atem strich ihm über den Nacken. In Harrys Armen entspannte sich sein Körper ganz langsam, als ob er diese Position nie wieder verlassen wollte. Harry merkte, dass dies der Augenblick war, in dem er sich so wohl fühlte wie noch nie in seinem ganzen Leben.” Solche Sätze schreibt natürlich nicht die Autorin der Harry-Potter-Romane, Joanne K. Rowling. Solche Sätze schreiben anonyme Autoren und stellen sie ins Internet.
Ja, natürlich schreibt Madame Rowling sowas nicht. Moment mal. Natürlich? Seit Ewigkeiten fliegen zwischen Ron & Hermione die Funken und auch Harry macht Erfahrungen mit der Damenwelt. Wieso sollte sie das also nicht schreiben? Hm. Ach ja, richtig – weil anonyme Autoren sowas ins Internet stellen, so wie Kinderporno und so. Alles bähbäh.
Auch diese linguistische Meisterleistung habe ich liebgewonnen:
Pärchenbildung aller Couleur
Besonders oft werden homosexuelle Paarungen von eigentlich klar heterosexuellen Charakteren beschrieben – wie eben eine Liason zwischen Harry und Draco.
Ich habe sämtliche HP Bücher gelesen, teils mehrfach, und ich weiss beim besten Willen nicht, wo Malfoy klar heterosexuell ist. Ganz im Gegenteil – wenn jemand in den Büchern den Gaydar ausschlagen lässt, dann ist das unser Bösewichtbubi.
Dass der Artikel eher schlecht ist, weil er das Wort “‘shipper” noch nicht mal erwähnt, muss ich wohl nicht hinzufügen.