dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

11. September 2008

9/11

Ich war die ganze Nacht wach gewesen, hatte mit T. telefoniert oder gechattet? Neverwinter Nights gespielt? Ich weiß nicht mehr. Wir verabschiedeten uns online, kurz darauf klingelte mein Telefon – T. war dran und meinte, ich solle den Fernseher anmachen. Ich weiß noch, dass mein erster Gedanke „Krieg“ war und ich Angst hatte, der Rest verschwimmt. Ich war im IRC, die gängigen Webseiten waren alle down. Meinen Freunden in den Staaten schrieb ich Emails, weil einige von ihnen Verwandte in New York hatten.

Trotz allem natürlich die obligatorische Gesellschaftskritik …

Up and down this road I go
Skippin‘ and dodgin‘
From a 44

10:03 on a Tuesday morning
In the fall of an American dream
A man is doing what he knows is right
On flight 93
He loved his mom and he loved his dad
He loved his home and he loved his man
But on that bloody Tuesday morning
He died an American

Now you cannot change this
You can’t erase this
You can’t pretend this is not the truth

Even though he could not marry
Or teach your children in our schools
Because who he wants to love
Is breaking your Gods‘ rules
He stood up on a Tuesday morning
In the terror he was brave
And he made his choice
And without a doubt
A hundred lives he must have saved

And the things you might take for granted
Your inalienable rights
Some might chose to deny him
Even though he gave his life
Can you live with yourself in the land of the free
And make him less of a hero than the other three
Well it might begin to change ya
In a field in Pennsylvania

Stand up America
Hear the bell now as it tolls
Wake up America
It’s Tuesday morning
Come on let’s roll

Melissa Etheridge, Tuesday Morning (zu finden auf dem großartigen Album Lucky„)

Zum Hintergrund:

„I remember getting People magazine with the stories of Flight 93, how these heroes did it. They get to Mark Bingham and there’s his lover, and I thought, ‚Oh my god!‘ I hadn’t heard that until I saw the People magazine. Time goes by, and the government starts putting out the benefits for the families of those who lost their lives; a certain percentage of people who lost their lives, of course, were homosexual-at least 10% of any population is gonna be homosexual-and the government says no. All of a sudden, that felt uncomfortable.

Wäre ich in den Türmen gewesen, wäre mein Leben weniger wert gewesen als das der meisten anderen. Kein schöner Gedanke.

7. September 2008

Magnus Party

Warum gehe ich eigentlich alle Jahre wieder zur Magnus Party? Jedes Mal das gleiche. Sich denken: „Cool, zappeln gehen!“ Ankommen. Musik bemerken. BUMM BUMM BUMM. In die Ecke setzen und an $Getraenk festhalten, Menschen zugucken und irgendwie irritiert sein.
Dann $hübscheFrau sehen und ein klein wenig hingerissen sein (das passiert nicht immer, nur alle Jubeljahre mal … Hechelei halt 😉 ). Frau beim Tanzen zusehen. Nach der ersten Faszination darauf achten, zu was für einer Musik sie tanzt. Irritiert sein. Bemerken, dass sie den Text von $grottenschlechtesLied mitsingen kann. Beschließen, Frau nicht anzusprechen, sondern auf die eine zu warten, die anständige Musik hört. ’ne Frau mit ohne Rockmusik kommt mir nicht ins Haus.

Sorry, Bielefelder Szene geht gar nicht, ich will zurück nach Dublin. Schöne Frauen, gemischte Musik und Partylaune. So muss das sein. Naja, die nächste Queers and Guitar kommt bestimmt. Da wird wenigstens anständige Musik gehört, auch wenn ich finde dass der Ostbahnhof ’ne eklige Klitsche ist und viel zu klein.

20. August 2008

Gay-O-Meter

Filed under: Augensüßkram,Das Leben. Das Universum. Und alles.,Queerschläger — Schlagwörter: — Feylamia @ 10:51

Und nochmal inspiriert von Rouven – das nimmt ja richtig Formen an hier!


Nur 56% normal. Verdammt, ich muss lernen, wie man Öl wechselt. 😉

Selber gucken geht mit Channel 4’s Gay-O-Meter.

Timewarp Yourself

Rouven macht’s vor und ich mach’s nach, für sowas grandioses kann ich meine semistrenge „eeeek no pictures!!“-Policy mal kurz außer Kraft setzen:


Fifties Fey, Grunge Fey und ihre Schwestern.

Meine Herren, in den Fifties (ganz unten) hätte ich auf den Titelbildern der Beebo Brinker Chronicles (note to self: nochmal BB Chronicles lesen und drüber bloggen) sein können. Groovy! 😀

Selber machen! Los! yearbookyourself.com

7. August 2008

hihi

Filed under: Kluge Worte,Queerschläger — Schlagwörter: , , , — Feylamia @ 9:27

Fräulein Lilienscheu gerade auf ICQ:

09:23 wusstest du schon dass die ganz welt schwul ist?
09:24 ich hab fast keine heterofreunde mehr
09:24 das ist doch ne böse verschwörung! Die dunkle seite der Macht kriegt sie alle

Passte gerade herrlich zum Getwitter. 😀

Kafka, der olle Schwerenöter

Filed under: Queerschläger — Schlagwörter: , — Feylamia @ 9:01

Jog vom Bielefelder Lesbenforum hat’s zuerst entdeckt, aber sowas grandioses muss auch hier Erwähnung finden… erinnert fast ein wenig an das lesbische Grauen des Fräulein Jolie, ist aber ’ne ganze Ecke weniger subtil:

Even today, the pornography would be „on the top shelf“, Dr Hawes said, noting that his American publisher did not want him to publish it at first. „These are not naughty postcards from the beach. They are undoubtedly porn, pure and simple. Some of it is quite dark, with animals committing fellatio and girl-on-girl action… It’s quite unpleasant.“

Quelle: times online

Dark and unpleasant girl-on-girl action? Kafka, you lucky bastard!

4. August 2008

She’s not a dog, she’s a magical unicorn!

Filed under: Queerschläger,Web-TV — Schlagwörter: — Feylamia @ 0:55

Waaaahahahahaaaa

23. Juli 2008

Schwule XBox

Filed under: Queerschläger,Zockerschock — Schlagwörter: , , — Feylamia @ 13:39

MS ist der Meinung, dass der Name „Gaywood“ ungehörig ist, genau wie das Gamertag „TheGayerGamer“, weil sie angeblich gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. (Siehe Kotaku.com)

Zitat aus den Terms of Use:

-Create a Gamertag or use text other profile fields that may offend other members. This includes comments that look, sound like, stand for, hint at, abbreviate, or insinuate any of the following: profane words/phrases, sexually explicit language, sexual innuendo, hate speech (including but not limited to racial, ethnic, or religious slurs), illegal drugs/controlled substances, or illegal activities.

Aaah ja. MS ist der Meinung dass „gay“ irgendwie „sexually explicit“ ist oder ein „sexual innuendo“ beinhaltet. Ist klar. Ein Grund mehr, sich keine XBox zu kaufen, Homophobie will man ja nicht noch unterstützen. Nicht, dass als näches Mister Jewwood und Mister Blackwood gesperrt werden, weil MS sich dann auch leisten kann, dass die Bezeichnungen Religionen oder Hautfarben unter irgendwelchen dämlichen Vorwänden auch nicht mehr erlaubt sind.

Besonders gut ist die Begründung von MS… „We want the Xbox LIVE community to have the freedom to express themselves, but we also have a responsibility to create an inclusive, safe environment,“ Sicher für wen? Für homophobe Konservative, die ihre Kindern vor dem Wort „gay“ beschützen wollen? Und inklusiv nur dann, wenn Du hetero bist? Großes Kino, Microsoft, großes Kino.

17. Mai 2008

Let’s get married in LA

Filed under: Queerschläger — Schlagwörter: , — Feylamia @ 11:02

Advocate Interview mit vielen US-Promis bezüglich der Entscheidung des California Supreme Courts, dass Homoehen nun auch in Kalifornien legal sind. (Yay!)

Die großartige Melissa Etheridge dazu:

Most important, what do you think this means for your kids?
You know that’s the thing. I was just talking to someone about this, and I get all choked up about this because I think that the part that people who don’t really understand this issue don’t realize is that we are people with jobs and families. We have kids. And there have been years and years of explaining to them. I remember when it was on Schwarzenegger’s desk and we were like „Oh, if he signs it, we may be able to get married.“ And then he vetoed it, and we were like, „Oh, mean governor!“ So they have gone through this with us, and I can’t wait to pick them up from school today and say, „Hey, your parents are just as married as anybody else’s.“ That’s a big thing. It’s going to be a good day.

Ich freu mich. 🙂

27. März 2008

USA Erklärt

USA Erklärt lese ich immer wieder gerne – sollte eigentlich Pflicht für junge Anglisten sein. Heute gibt’s einen guten Artikel über Homosexualität, Kinsey und die Stonewall Riots, in dem natürlich auch Buffy eine Rolle spielt. Lesen lohnt sich, wenn man schon immer mal wissen wollte, was es eigentlich mit dem Christopher Street Day auf sich hat. Vor allem ihr, liebe Bielefelder Lesben, leset und lernet. Der CSD ist nämlich eigentlich kein all you can fuck buffet sondern politisch. Lässt sich aber auch prima verbinden, also keine Angst. 😉

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