dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

21. Juli 2010

Was lange währt, wird endlich gut

Es begab sich Anfang dieser Dekade, dass klein Feylamia ein Studium an der Universität Mordor begann. Jung war sie, etwas eingeschüchtert, und ganz schön moppelig. Eine der ersten Erinnerungen, die ich an den Beginn meines Studiums habe, ist, dass da so einige Menschen herumwuselten, die mich beeindruckten. So auch sie™ – endlose Beine, lange blonde Haare, himmelblaue Augen und ein umwerfendes Lächeln. Und ihr Englisch war auch klasse. So kann man mir ja auch weiche Knie machen, ne.
Naja, wie dem auch sei – meine Wege kreuzten die der besagten Dame irgendwann nur noch sehr selten – die Uni Bielefeld ist halt auch nicht klein. Sie wurde unter „my uni crush“ ein- und wegsortiert, niemals hätte ich so eine Frau angesprochen (way out of my league). Nach meinem Irlandaufenthalt 2003/2004 hatten die hübsche Frau und ich noch einmal einen Kurs zusammen, aber den fand ich furchtbar und bin dann nicht mehr hingegangen. Danach sah ich sie nur noch ein paar Mal und nahm dann irgendwann an, dass sie ihr Studium erfolgreich beendet hat und in die weite Welt hinausgezogen ist, um die Herzen sämtlicher Männer zu brechen …
Man stelle sich mein Erstaunen vor, als ich sie letztes Jahr auf einer Uniparty wiedersah und dann auch noch dieses Jahr bei einer Geburtstagsparty erneut auf sie traf. Schicksal? Ich meine, ja. Ich stellte fest, dass sie noch sehr viel toller ist, als ich annahm … und weil das Universum auch für Menschen wie mich manchmal Überraschungen bereithält, stellte sich heraus dass wir beide das gleiche füreinander fühlen. Die Tatsache, dass ich jetzt nach all den Jahren Teil ihres Lebens bin, ist immer noch unglaublich für mich. I’m such a lucky bastard.

Wenn ihr mich also in nächster Zeit irgendwo trefft, und ich gedanklich abwesend wirke, dann liegt das daran, dass mein Leben plötzlich ein kitschiger Hollywoodschinken ist, ich wie auf Drogen bin und mir penetrant die Sonne in glitzernden Regenbogenstrahlen aus dem Hintern scheint. Nur, dass ihr’s wisst.

Quickies: Felicia Day, CSD, True Blood, Hosenträger und Gedöns

Bioschokolade hat nebenan nun auch damit angefangen, das erinnerte mich daran, dass ja auch ich mal wieder einen Quickie schreiben könnte.

  • Autostraddle erklärt, wie man sich Hosenträger bastelt. Cool.
  • CSD Bielefeld. Eigentlich wollte ich mit Freunden nach Münster, aber aufgrund der Wetter- und Kreislaufsituation (hey, wir sind alte Frauen!) sind wir dann doch nur kurz beim Straßenfest auf dem Siggi gewesen und haben uns danach bei einer Freundin von ihr™ im Wohnzimmer noch ein paar schöne Stunden mit Sing Star gemacht. Das war ein fabelhafter Tag.
  • Positive Überraschungen. Wenn plötzlich fast alles irgendwie glatt läuft und alles sich fügt, dann ist das ein wunderschönes Gefühl.
  • The Shoebox Sessions: Felicia Day. Ein tolles Interview, sehr amüsant und mit vielen Einblicken in ihr altes Ich. 🙂
  • True Blood. Diese Staffel ist krass – ich dachte wirklich, ich hätte alles widerwärtige im TV schon gesehen, aber das Ende der dritten Folge ist bisher tatsächlich unerreicht, glaube ich. Brrr.

13. Juli 2010

Es geht mir sehr, sehr gut

🙂

1. Juli 2010

Ach Mensch, die Liebe

In den letzten anderthalb Jahren habe ich zig Trennungen in meinem Bekanntenkreis mitbekommen und ich bin ja auch immer da, um jemandem mein Ohr zu leihen. Aber trotzdem weiß ich manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich mir manche Dinge so anhöre. Leute, ganz im Ernst, so schwierig ist das nicht. Wenn sie euch scheiße behandeln, dann lieben sie euch nicht so sehr, wie ihr das verdient. Ganze einfache Geschichte. Da muss man auch gar nicht groß diskutieren oder sich für den Partner rechtfertigen oder so. Und wenn sich eure Partner plötzlich als Arschlöcher entpuppen, dann könnt ihr das ruhig sagen – niemand denkt, dass ihr die Schuld dafür tragt. Manche Menschen können andere einfach erst gut täuschen, vor allen Dingen, wenn noch eine rosarote Brille im Spiel ist. Ihr müsst euch dann nur entscheiden, ob ihr damit leben könnt, dass ihr euch unter Wert verkauft, oder ob ihr geht und jemanden sucht, der euch verdient.
Ja, okay, ist scheiße. Finde ich auch, ich hab‘ das ganze Elend ja nun letztes Jahr selbst mitgemacht und kann mich daran erinnern, wie doof sich das anfühlt. Aber im Endeffekt verliert man besser einen Partner oder Freund als seine Würde!*
So, Wort zum Sonntag ist fertig. Jetzt geh ich weiter an meiner Präsentation schrauben und dann gucke ich Dorian Gray an. Hui.

* Erinnert mich da bitte gegebenenfalls dran, sollte ich mich jemals wieder anschicken, mich in Beziehungselend zu manövrieren, das in irgendeiner Form Versteckspiele, Lügen oder große Altersunterschiede beinhaltet! 😉

30. Juni 2010

Kleines Solo

Kleines Solo (Erich Kästner)

Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.

Ist nie hier. Ist immer dort.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben. Mußt erfahren,
daß es nicht die Liebe ist …
Bist sogar im Kuß alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe. Findest keine.
Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Hat mir eine liebe Freundin ans Herz gelegt und sie hat recht, das ist schaurig-schön!

One Night Only – Say You Don’t Want It

The big screens, the plastic-made dreams
Say you don’t want it, say you don’t want it
It’s our world, the picture-book girls
Say you don’t want it, say you don’t want it
Don’t you ask me if it’s love my dear
Love don’t really mean a thing round here
The fake scenes the plastic-made dreams
Say you don’t want it, say you don’t want it

'Say You Don't Want It' Official Video featuring Emma Watson - One Night Only

Eins der schönsten Videos, das ich seit langem gesehen habe. Außerdem tolles Lied. Und dass ich Emma Watson verehre, muss ich sicher nicht sonderlich betonen.

28. Juni 2010

Zitat des Tages: CDU-ler ausweisen

@irsign twittert:

Oh, ein CDU-Politiker fordert einen IQ-Test für Einwanderer. Wieso nicht für Schon-Hier-Lebende? Hat er Angst, dass er dann raus muss?

Ich musste sehr kichern. 🙂

Mystik-Fans

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles.,Heidenspass — Tags: , , — Feylamia @ 0:16

gmx schrieb über die Sonnenwendfeier an Stonehenge und verwies darauf auf der Startseite mit einem Aufmacher über „Mystik-Fans“.
Wenn sich Christen zum Weltjugendtag treffen, schreibt keiner was von Mystik-Fans. Das finde ich doof. Ob man nun an Magie oder Wiederauferstehung glaubt, das nimmt sich doch alles nichts. 😉

27. Juni 2010

Von Fußball und Fans

Ich habe das ja schon öfter durchscheinen lassen, dass ich Fußballfans nicht immer für die angenehmsten Zeitgenossen halte. Das liegt daran, dass Fußballfans irgendwie oft mutieren, wenn sie sich in größeren Gruppen zusammenrotten. Dann werden sie laut & unangenehm, sie vandalieren und randalieren. (Jaja, das passiert bei anderen Gruppen auch. Das bekomme ich nur nicht so oft am eigenen Leibe zu spüren. Aber Fußballfans? Armina-Fansticker auf Friedhofsschildern, vollgekotzte und mit Bier versiffte Züge, blockierte S-Bahnen, homophobe Gröhlereien – da kommt irgendwie einiges zusammen, da kann ich mitreden, das betrifft mich und mein Leben.)

Ja, klar, bei ’ner WM rechnet man damit, dass in der Innenstadt Ausnahmezustand herrscht. Aber das heißt nicht, dass das so in Ordnung wäre. Wenn an einem Wochentag nachts laut rumgetrötet wird oder Straßen ewig versperrt werden, dann ist das eine Frechheit. Da muss man auch gar nicht drüber diskutieren, finde ich.

Ich hoffe inständig, dass die Leute, die sich im großen Stil beschweren, wenn jemand seinen Unmut äußert, irgendwann mal einsehen, dass andere Menschen vielleicht gute Gründe haben, dieses Verhalten von Fußballfans scheiße zu finden.
Liebe Fußballfans: Was, wenn es euer Kind ist, das nachts um vier von den Tröten geweckt wird und nicht wieder einschläft? Oder wenn ihr diejenigen seid, die bangend auf den Notarzt warten, der nicht durchkommt, weil ein Autokorso den Weg versperrt, während ein geliebter Mensch in euren Armen fast verreckt? Ganz im Ernst: Es gibt kein schlimmeres Gefühl als auf einen Krankenwagen zu warten und nicht zu wissen, was ist. Nur zu wissen, dass euer gesamtes Leben irgendwie gerade auf der Kippe steht und im Prinzip nur der Zufall und die Vernunft wildfremder Menschen darüber entscheiden, was passiert.* Denkt halt einfach mal ein wenig nach, bevor ihr es euch auf der Kreuzung bequem macht.

Man kann durchaus auch feiern, ohne andere Menschen so zu beeinträchtigen.
Ich finde das toll, wenn Fußballfans Spaß haben. Wirklich. Selbst, wenn sie Spaß an einem Spiel haben, das ich einfach so gar nicht gut finde. Fair enough. Ich mag ja Basketball und Windsurfen – mag auch nicht jeder. Aber ich beschwere mich auch nicht, weil andere meine Leidenschaft für Ball-in-Korb und Segel-in-den-Wind nicht teilen. Egal, ich bleibe dabei: Feiern geht auch freundlich. (Und dann machen vielleicht sogar diejenigen mit, die mit Fußball eigentlich nichts am Hut haben.)

* Jaja, klar, „damit rechnet ja keiner“ und „das ist ja nun wirklich nicht die Regel“. Toll für Menschen, denen das so geht. Aber bitte nicht den Blick verlieren für diejenigen, die eben nicht so viel Glück haben und für die solche Gedanken traurigerweise zum Alltag gehören. Mann.

The Real L Word, Episode 1

Oh. Ihr. Götter.

Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich The Real L Word jetzt schon liebe. Das ist mit Abstand der grauenhafteste Trash, der seit langem über die Mattscheiben flimmerte. I’m loving it! Wer The L Word furchtbar fand, der muss sich nur die erste Folge dieser Reality Show ansehen und wird zugeben: „Oh! So schlimm was das gar nicht.“*

Auf autostraddle findet sich eine Zusammenfassung der ersten „The Real L Word“-Folge, die ihr lesen solltet. Wirklich. Ich habe laut gelacht. Mehrfach. Und bin jetzt eventuell etwas heiser. Im Ernst. Lest das. LEST DAS! Ich glaube, das ist sogar dann saulustig, wenn man die Folge gar nicht gesehen hat.

* Bis auf Jenny/Shane. Das war falsch. So, so falsch.

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