dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

29. Januar 2010

Spaß mit Genen und Vergessen

Nachdem mein Vater eben mal wieder ein linguistische Meisterleistung vollbrachte, habe ich mal wieder begonnen, zu googlen.

ALZHEIMER KRANKHEIT (DAT)

  • Häufigste Form der Demenz
  • Erkrankungsalter streut um 7. Lebensjahrzehnt
  • Frauen häufiger betroffen als Männer
  • Symptomatik: schwere Merkstörung bei gut erhaltener Persönlichkeit, im weiteren Verlauf auch Aphasie, räumliche Orientierungsstörung, Wahrnehmungsstörung
  • Kortikale Atrophie, zuerst parietotemporale und mediobasale temporale Region, später auch Frontallappen, Okzipetallappen und Kleinhirn kaum verändert, vermehrt extrazelluläre Plaques,
  • reduzierte Konzentration kortikalen Acetylcholiens => verminderte Aktivität des noradrenergen und serotonergen Systems (Zellverlust im Locus coeruleus)
  • Zusammenhang zw. Biochemischen Befunden und Ausbildung der Demenz noch nicht ausreichend geklärt

Quelle: DEMENZ (sieht aus, als wärs ein studentisches Referat)

Morbus Parkinson tritt verstärkt in Verbindung mit Demenz auf, die Parkinsondiagnose hat mein Vater schon vor etlichen Jahren bekommen. Er hat einen Tremor im Kopf, der mal mehr, mal weniger ausgeprägt ist.

Ich beobachte Merkstörungen schon seit zig Jahren, Orientierungsstörungen sind auch seit einigen Jahren vorhanden. Soweit ich das beurteilen kann, ist definitiv auch Aphasie mit im Spiel, letztere ist gerade dieses Jahr deutlich stärker geworden. Allerdings, und das macht die Sache kompliziert, kommt das beim Neurologen meines Vaters nicht an, daher gibt es auch immer noch keine Alzheimer- bzw. Demenzdiagnose und somit keine Medikation. Das macht mir ein wenig Angst und nervt mich auch.

Interessant für mich: Meine Großmutter väterlicherseits hatte Alzheimer, mein Vater scheint es auch zu haben, realistisch gesehen habe ich gute Chancen, den Spaß mitzubekommen. Bei immerhin 70% der Betroffenen der Familiäre Alzheimer Demenz (FAD) gibt es eine Genmutation. Ich kann also durch einen Test eventuell gucken, wie’s bei mir aussieht, und dann entsprechend vorsorgen. (So richtig viele Alternativen gibt es da allerdings nicht. Entweder jede Menge Geld für ein super Heim sparen – denn aktuell glaube ich nicht, dass ich im Alter eine Familie haben werden, die mich pflegen kann – oder eine Pistole kaufen und dann früh genug selbst Hand anlegen, bevor ich anfange, den Menschen um mich herum nur noch Schmerzen zu bereiten.)

28. Januar 2010

Zitat des Tages: Jotty Dynamite

Filed under: Kabale und Liebe,Kluge Worte — Tags: , , — Feylamia @ 16:26

und wenn du mal eben die blagen wirfst, werde ich auch noch schön straff dabei bleiben, dann kannste mich bei deinen kollegen rumzeigen, die werden denken: =-O, was hat sie nur, was wir nicht haben, dass sie dieses putzende geile sex kitten geschossen hat?
­und dann werden sie meckern, aber heimlich bewundern sie dich, und werden dich befördern und befördern, bis dir ganz schwindelig wird
dann lädst du sie zum essen zu uns nach hause ein, ich mache nen wahnsinns braten und werde ihn auf knien servieren und nur nicken und ja sagen. dann bist du endgültig der king!
­am besten ziehe ich zur vorstellung noch hohe schuhe an, dann kannst du mir den kopf in den ausschnitt stecken und blubbern! das sprengt den rahmen!
­also wenn der laden ab dann nicht zur hälfte deiner ist, dann will ich nicht mehr jotty dynamite heißen!

Die perfekte Frau, oder nicht?

27. Januar 2010

Valentinstagsgeschenk

Eigentlich sollte mein Geschenk ja erst pünktlich zum Valentinstag geliefert werden, aber dann kam es doch schon jetzt. Da will ich mich mal nicht beschweren. 😉

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys‘ Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Quelle: wikipedia.de

Pfffft Briefe und Blumen. Pfffft Paare. Mein Valentinstagsgeschenk kommt von einer guten Freundin und ist nochmal ’ne ganze Ecke cooler als Blümchen. Eigentlich wollte Madame mir einen amazon Kindle schenken (ich twitterte neulich nicht ohne Grund, dass ich wahnsinnige Freunde habe), aber das war zolltechnisch ganz schön kompliziert, deswegen wurde es etwas anderes tolles: Ladies and gentlemen – meet the kikaPod:


my preciousssss…..

Vor fast anderthalb Jahren erfüllte ich mir den lang gehegten Wunsch und kaufte mir einen iPod Classic. Drei Monate später wechselte er in der Eurobahn ungewollt den Besitzer (grrrrrrrrrr!!!) und seither höre ich wieder auf meinem iPod nano der 2. Generation Musik. Geht auch. Aber nun habe ich einen neuen kann ich wieder alle meine Musik mitnehmen und schön Videos angucken. Yippieh. Ich habe die allertollsten Freunde der Welt. 🙂 Man monierte sich übrigens darüber, dass es keine Möglichkeit gibt, einen iPod schon vorm Kauf mit Musik zu füllen – jetzt wurde ich schriftlich unter Androhung furchtbarster Konsequenzen dazu aufgefordert, die komplette Diskographie von Muse auf den Player zu laden – sonst gibt’s Ärger. Okay, damit kann ich leben. Dank der Wahnsinnigen besitze ich glücklicherweise schon zwei der Alben.
Wenn natürlich heute Abend auf der Keynote plötzlich ein Classic mit doppelt soviel Speicherplatz fürs gleiche Geld kommt, dann muss ich weinen. Aber ich gehe mal mutig davon aus, dass der langersehnte Buchbeschwerer namens Tablet und vielleicht ein iPhone-Update kommt und mehr nicht. Tschaka. 😉

Ich frage mich, wie oft wohl das Albumcover gewechselt wird, das auf dem iPod auf der Verpackung zu sehen ist. Letztes Mal wars Jack Johnsons Sleep Through the Static , diesmal sind es The Killers mit Day & Age .

26. Januar 2010

LARPterne, LARPterne, Sonne Mond und Sterne

Mit Ric Sattler von DunkelArt habe ich mich auf der letzten Role Play Convention zwar kurz aber sehr nett unterhalten – er sprach mich an, weil ich da „ein Schaf im Affen“ hatte. Unter dem Deckel meines Schweizer Affen war nämlich das Olaf, das Thorwalsche Schuppenschaf (auch bekannt als „mein bröckliges Islandschaffell“), eingerollt. Das machte ihn natürlich direkt sehr sympathisch und auch die Artikel an seinem Stand konnten mich mehr als überzeugen. Sein Heilerset steht definitiv auf meiner LARP-Wunschliste – mit etwas Glück schaffe ich’s ja dieses Jahr mal auf eine Convention.

Aber nun hat er dem ganzen die Krone aufgesetzt, wie man links sehen kann: Eine kampftaugliche LARP-Laterne hat er gebastelt. Mehr Bilder gibt’s im DunkelArt Blog. Ab Februar geht das gute Stück in Serienproduktion und ist im Shop erhältlich. Wie grandios ist das denn bitte mal? Haben! Sofort! (Ich erwähn’s schonmal: Im Juni hab ich ja Geburtstag, ne … *flöt*) Mittlerweile kann man wirklich sehr gut, nicht zuletzt Dank Menschen wie Ric, einen Charakter spielen, der keine klassische Kampfklasse hat, und trotzdem anderen eins auf die Mütze geben. Da haut man einfach mit Laterne, Bratpfanne und Bierkrug auf die bösen Buben ein. So macht das Spaß. 😀

25. Januar 2010

Dann war das wohl Liebe

Filed under: Kabale und Liebe,Musik,Web-TV — Tags: , — Feylamia @ 21:22

Eigentlich mag ich die nicht wirklich, aber das ist schaurig schön, das Lied. „Ich leg mein Herz auf diese Münze, Du sagst dann Kopf oder Zahl“ – fabelhaft trauriges Bild.

[flash]http://www.myvideo.de/watch/2206920/Mia_Dann_war_das_wohl_Liebe[/flash]

(more…)

24. Januar 2010

Zitat des Tages: Prokrastination

Die Menschen sollen um 6.30h ins Büro gehen dürfen, sie sollen weiterhin Steuerberatungssoftware für hunderte Euro kaufen können, sie sollen gern auch in Zukunft bereits bei der ersten Anforderung sämtliche Aufgaben auf Listen notieren, erledigen und an alle Beteiligten kommunizieren. Aber wir wollen nicht mit schlechtem Gewissen dastehen müssen, weil wir die Dinge anders erledigen. Oder später. Oder auch nicht.

Quelle: Kathrin Passig & Sascha Lobo: Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

Na, wenn das mal so einfach wäre. Meistens lassen sie einen ja nicht. 😉

Bielefelder Wochenende


One night in Paris Bielefeld.

Zu sehen sind die Neustädter Marienkirche, der kleine Minipark zwischen Kirche und Altstadt, die Sparrenburg, der Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald, die Eskimoelfe und lauter Wahnsinnige aus Bielefeld und Umgebung, die dem 10. Jubiläum des Bielefelder Bloggerstammtisches beigewohnt haben, beispielweise auch der Schirmherr mit einem Glas „nochsoeins“.

22. Januar 2010

SuperBowl XLIV

superbowl2010.jpg

Super Bowl XLIV

Die Stereoanlage des Grauens

Heute habe ich eine weitere Stunde meines Lebens an Vaters Anlage verschwendet. Er beschloss jetzt nämlich, dass er sein altes Tonbandgerät anschließen muss. Nicht nur, dass er zwanzig Jahre alte Aufnahmen von Radioweihnachtskonzerten abspielen möchte, nein, er besteht auch darauf, dass er selbige auch aufnehmen können will. Also musste ein neues Spezialkabel her. Soweit so gut. Er hat dann direkt mal noch ein Monitorkabel mitbestellt, weil sein Tonbandgerät dafür ja einen Ausgang hat. Als ich ihm erklärte, dass das allerdings nicht bringt, weil sein Verstärker keinen entsprechenden Eingang hat, folgte Unverständnis. Dann versuchte er mich auf zig Arten zu überreden, das Monitorkabel doch an anderen Eingängen anzuschließen. Er hat allerdings keine freien Eingänge mehr und selbst wenn würde das ja nichts bringen. So richtig verständlich machen konnte ich ihm das aber nicht.

Im Endeffekt auch nicht so wichtig, denn das Tonbandgerät funktioniert gar nicht. Er versicherte mir, er habe es vor Bestellung der Kabel ausgiebig getestet. Aber er versicherte mir gestern auch eine halbe Stunde, nachdem ich hörte wie er den Hund aus dem Garten ins Haus liess, dass ich das Hoftor (er meinte die Küchentür) offengelassen hätte (durch selbige erlangte der Herr Hund unter seiner führenden Hand Zutritt ins Haus). Ich war nur die ganze Zeit in meinem Zimmer. Hmmmm. 😉

Er baut von Monat zu Monat mehr ab, das macht mich traurig und wütend zugleich, weil ich das Gefühl habe, ihm in keinerlei Weise mehr gerecht werden zu können, ohne eine Ausbildung in irgendeinem Pflegeberuf zu machen. Meh.

21. Januar 2010

Sonnenschein: Eine Ode an das narf

Was ist ein narf?
Ein narf ist der symbolische Mittelfinger, das sinnbildliche Kotzen auf unangenehme Dinge, das Seufzen der gepeinigten Kreatur angesichts einer schier unlösbaren Aufgabe, enorm unnötigen Plackerei, tausendfach langweiligen Ergießerei über die Wirren der kanadischen Postmoderne usw.
Das narf ist mein Freund. Auch außerhalb des universitären Alltags ist das narf vielfach einsetzbar: bei leeren Kühlschränken, fehlenden Kopfschmerztabletten, Anrufen aus der Hölle vom Hauptbahnhof. Überall passt es hinein. Leise, laut, geschrieben, von Hand oder am PC, gemurmelt, geächzt, gedacht.
Es ist schöner als jedes gflzkeltnkjheoiftuhwrt, als jedes f*** oder f*****, als jedes Fluchen mittels religiöser Symbole, das narf ist der große und starke Bruder des gnaaaaaaaa, die letzte Bastion des Seelenfriedens in einer sich viel zu schnell drehenden Welt.
Hoch lebe das narf.

[Gefunden bei Sonnenschein]

Just am Montag sprach ich mit der Waldelfe und benutzte das Wort „narf“, woraufhin wir uns fragten, woher dieses Wort wohl eigentlich stammt. Gestern benutzte es Greebo78 auf twitter, da fiel mir das Gespräch wieder ein und ich googelte eine Runde. Ein wirkliches Ergebnis fand ich dabei nicht – vermutlich kommt es tatsächlich ursprünglich aus Pinky & der Brain. Faszinierend.

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