dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

22. Januar 2012

Liebe Vegetarier …

Ich habe kein Problem mit euch als Menschen. Mir ist relativ egal, was ihr esst. Aber es nervt mich, dass die Diskussion um Fleischkonsum irgendwie immer oberflächlich bleibt. Aktuell schwirrt gerade wieder ein Blogartikel durch meine twitter-Timeline, der das ganze thematisiert. Die Verfasserin setzt sich dafür ein, dass jeder mal ein wenig auf seinen Fleischkonsum achtet und vielleicht einfach mal nur die Hälfte an Fleisch verputzt. Finde ich super. An sich. Aber der Ton. Der TON macht die Musik. Die Dame postet sich derart in Rage, dass ihre Shifttaste ebenso hakt wie ihre Rechtschreibung. Dazu wird dann noch hier und da bewusst ein „fressen“ oder „verdammt“ eingestreut. Muss das wirklich sein?
Das hilft niemandem.

Ich verlinke übrigens bewusst nicht, weil es mir gar nicht um diesen Eintrag an sich geht, sondern um eine bestimmte Art, mit diesen Dingen umzugehen:
Mich irritiert, dass sich derlei Diskussionen immer nur ums Essen drehen. Das Leder an euren Füßen und eurer Handtasche stammt in der Regel auch nicht von glücklichen Tieren. Das Bewusstsein für das Leid der Tiere kann und darf nicht am Tellerrand enden – blickt bitte darüber. Gerade in der Diskussion um Tierprodukte gibt es sehr viel Grauzone zwischen schwarz und weiß. Freundet euch damit an – das bringt auch den Tieren mehr.

Vorschlag: Jeder, der sich in Zukunft im Netz an der Diskussion im Fleischkonsum und tierisches Leid beteiligen will, lebt vorher zwei Wochen lang als bewusster Biofleischesser und zwei Wochen lang völlig vegan. Das öffnet die Augen.

PS (um Nachfragen zu vermeiden): Ich mag (vor allem rotes) Fleisch in der Regel erst, wenn es nicht mehr nach Fleisch schmeckt. Steak finde ich ekelhaft, Braten auch. Ich kann eigentlich ziemlich gut ohne den Geschmack leben und esse nur deswegen wieder Fleisch, weil mein Arzt mir das empfohlen hat. Ich liebe meine Docs und ich mag Leder, vor allem in Form von Armbändern und anderem Schmuck. Ich schlafe gerne auf Schaffellen und in meinem Elternhaus hängt das eine oder andere Geweih an der Wand, was ich ausgesprochen hübsch finde.

21. Januar 2012

Sechs Monate

Ich bin in dieser Beziehung anders als vorher, wurde mir berichtet. Glaube ich gerne – seit Miss Jackson und ich ein Paar sind, bin ich ausgeglichener. Ich werde so gemocht, sogar geliebt, wie ich bin. Mit all meinen Macken (okay, sind auch nur sehr wenige … ;)). Hatte ich vorher in dieser Form noch nie. Mag ich aber.

Ich bin zwar charmant wie Casanova, aber was die Damenwelt angeht, habe ich das mit einem alten Sprichwort gehalten und meine dritte Freundin zum Altar geführt. Warum warten, wenn man angekommen ist?

Gut, wir hatten es diesmal leicht. Wir kamen beide aus Beziehungen, in denen es unsere Partner mit der Ehrlichkeit nicht so genau nahmen. (Immer, wenn ich alte und neue gemeinsame Bekannte Plappermäuler treffe, wird mir wieder vor Augen geführt, wie richtig es ist, dass ich zu meiner Verflossenen keinen Kontakt mehr habe.)
Auch Miss Jackson kann von dem Thema ein Lied singen. (Sogar ein schönes – hatte ich erwähnt, dass Madame im Chor ihrer High School sang? Hachz!) So war unsere Beziehung von Anfang an von einer Ehrlichkeit geprägt, die Außenstehende vielleicht verwundert hat, aber für uns genau richtig war.

Und als wir Weihnachten im Haus ihrer Tante saßen, so zwischen Mops, Kamin und Weihnachtsbaum (drei der allertollsten Dinge der Welt! Yeah! ;)), da wurde mir ganz warm ums Herz – denn ich habe nicht nur eine absolut tolle Frau geheiratet, ich habe eine Familie geheiratet. Eine wirklich sympathische, warmherzige Familie. Ich bin ein Glückspilz!

Und heute sind es schon sechs Monate, die seit unserer Hochzeit vergangen sind. Wie die Zeit vergeht! Danke schön, mein Schatz – ich freue mich auf die nächsten 666 Monate. (Ich bin da optimistisch! :mrgreen:)

2. Januar 2012

Jahresrückblick 2011

Kinder, wie die Zeit vergeht! 2011 – was für ein Jahr …

Ich fasse mal ganz kurz zusammen:

Vorsätze? Mehr bloggen wäre nett, das ist letztes Jahr wirklich etwas kurz gekommen. Vielleicht wieder mit dem Krafttraining anfagen. Öfter mal was neues ausprobieren. Zeugs halt. 🙂

16. Dezember 2011

Danke, liebe Bielefelder Bildungseinrichtungen!

Wenn ihr nicht so wärt wie ihr seid, dann säße meine Frau tagsüber meist in euren Büros. Stattdessen sitzt sie hier im Arbeitszimmer. Ein großer Vorteil in den letzten zwei Tagen: Sie kann immer wieder nach ihrer kranken Angetrauten schauen. Hachz!

13. Dezember 2011

Buchstaben!

Ich mache ja was mit Büchern, und deswegen war ich dieses Jahr direkt zweimal in Frankfurt – zuerst zur Buchmesse natürlich. (Und hey, Buchmesse. Krasses Zeug. Da trifft man Leute … Maite Kelly zum Beispiel. Und die war richtig nett zu mir. Hui!) Aber auch auf einem Lehrgang. Das war sehr fein – der mediacampus frankfurt hat was von Pferdemädcheninternat. Total süß. Kann ich nur empfehlen. Und: Da gibt es Bücher … Bücher ohne Ende! Hachz!


Buchstaben! Buchstaben! Buchstaben!

Ich mag übrigens Bahnfahren als Geschäftskunde. Die Schaffner sind viel netter, man kriegt schneller Freigetränke und zu außerdem kann ich natürlich meine supitolle kostet-alles-nur-die-Hälfte-und-kannst-die-Karten-jederzeit-zurückgeben-Bahncard auch privat nutzen. Praktisch. Deutschland wirkt gleich viel kleiner. 🙂

Geschützt: Frankfurter Nacht

Filed under: Das Leben. Das Universum. Und alles. — Tags: , — Feylamia @ 19:37

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6. Oktober 2011

Besser spät als nie: 29 werden

Beim Aufräumen fand ich gerade die Bilder, die eigentlich vor über einem Jahr anlässlich meines 29. Wiegenfestes verbloggt werden wollten. Aber plötzlich war mein Leben so ereignisreich, dass ich es nie geschafft habe, den Geburtstagseintrag zu verfassen. Dies sei hiermit nachgeholt.

Neider ereifert euch, denn ich bekam die feinsten Dinge der Welt:


GESCHENKEEEEEEE!!111einself

Unter Anderem eine Captn-Sharky-Backform mit passendem Kuchen (hachz!) … zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich heute mit 50 % der Schenkerinnen verheiratet sein würde. Wahnsinn. Es kommt mir vor, als wäre das fünf Jahre her … 🙂 Es gab ein Picknick auf der Uniwiese, tolle Shirts, Fotos, ein fabelhaftes Bento-Set von Lock & Lock, einen Kräuteralmanach, ein iPod-Dock, Regenbogenmuffins und Liebeselixier. Und eben irgendwie auch meine Frau. Best birthday ever.

10. September 2011

Verliebt, verlobt, verheiratet

Seit ich verheiratet verpartnert bin, hat sich ja doch schon einiges geändert. Zum Beispiel darf ich bei vielen Formularen meinen Familienstand nicht mehr ankreuzen, weil da nur „verheiratet“, „verwitwet“ und „ledig“ steht – stimmt aber alles nicht. Doof.

Außerdem bleibe ich jetzt ständig vor Banken stehen, weil in den Schaukästen Häuser feilgeboten werden. Aktion Nestbau will wohlüberlegt sein, es muss genug Platz sein für Kinder, Hund und (Schwieger-) Eltern. Das ist eine spannende Angelegenheit.

Dann wäre da noch der Ring, der meinen Finger schmückt und mich automatisch ruhiger, glücklicher und zufriedener macht, wenn ich daran drehe. Weil ich ein riesiges Glück habe und mir dessen dann noch bewusster bin. Hachz.

Alles neu, alles anders, aber alles vertraut und schön. Ihr solltet das alle selber mal probieren, ich kann es wirklich nur empfehlen!

2. September 2011

Schuster, bleib bei keinen Leisten

Großstadt my ass. Es ist anscheinend in Bielefeld unmöglich, noch einen ordentlichen Schuster zu finden, der sein Handwerk versteht. Ich brauche eine Laschenpolsterung, das kann doch nicht so schwer sein.
Ja, eine richtige. Eingenäht. Aus Leder. Nicht so ein winziges selbstklebendes Polster von eBay, das ihr mir für den dreifachen Einkaufspreis andrehen wollt. Mroar!

25. August 2011

Offener Brief an alle Apple-Jünger

Roy Black ist gestorben, als ich endlich bereit war, ihn zu ehelichen.
Michael Jackson verschwand, bevor ich anfing, mich ernsthaft mit seiner Musik zu befassen.
silverchair trennten sich, als ich endlich genug Geld gehabt hätte, alle Deutschlandkonzerte einer Tour mitzunehmen.

Es bleibt nur ein einziger logischer Schluss: Dass Steve Jobs nun zurückgetreten ist, liegt daran, dass ich seit Anfang des Monats ein Macbook besitze.

Tut mir leid!

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