dichotomy We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. (Oscar Wilde)

7. Februar 2011

Feylamia und die Fitness

Die werte Blogherrin hier ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Fitnessstudio, da sie ja nunmehr hauptsächlich in Bielefeld weilt. Also: Flott ein Studio suchen. Gesagt, getan? Mitnichten. Zig Möglichkeiten gibt es hier und am Ende dachte ich, die Entscheidung wäre gefallen. Und jetzt finde ich das hier: Kein Kopftuch im Fitnessstudio: Oben mit verboten. Bei All Inclusive Fitness, dem Sportstudio meiner Wahl, sind anscheinend Kopftücher nicht erlaubt. Als Begründung sagte man einer jungen Dame, Kopfbedeckungen wären generell nicht erwünscht. Hm, schade, denn ich könnte mir schon vorstellen, selber ein Tuch umzubinden – habe ich früher beim Basketball schon gerne gemacht, damit mir die Haare nicht ins Gesicht fallen und ich noch was sehen kann. Schade, da muss ich mich wohl weiter umsehen.

Zumal der Geschäftsführer Ansichten hat, die mir nicht so ganz schmecken, in der taz wird er folgendermaßen zitiert:

Wir sind ein privat geführtes Fitnessstudio und wollen uns rein auf das Thema Fitness, Gesundheit und Sport konzentrieren. Dem Thema Religion wollen wir keine Plattform bieten.

Ich dürfte da also nur trainieren, wenn ich meine Kette mit Pentakelsymbol ablege. Das mache ich aber nur ungerne. Kurzum: Ich brauche Alternativen. Hat jemand Empfehlungen?

Die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest

Curiously, Hitch-hiker’s Guide to Europe had told of visitors to the UK searching for family roots finding „the answer a little disappointing“ – after travelling around the world in search of „the solution to the most puzzling question of all“. A coincidence, perhaps . . . but this coincidence is on page 42.

Quelle: The Guardian: Douglas Adams and the cult of 42 [via TYWKIWDBI]

Oha, da scheint wohl Douglas Adams‘ Rätsel um die 42 gelöst worden zu sein. 🙂

Die Prinzessin und die Kerle

Nachdem gamespot in ihrem Review zu Super Princess Peach von „Some weird sexist undercurrents in the game design“ sprachen, gab es natürlich einen gamgea-Artikel dazu: Prinzessin Peach: Von sexy bis furchteinflößend. Natürlich inklusive Fankunst, in der die Pfirsichprinzessin sich leicht bekleidet zur Schau stellt und einem lapidaren „man kann’s auch übertreiben“ vom Autor.

Ich habe mir das Review nun mal angesehen: In dem Spiel muss man sich Peachs „vibe meter“ zu Nutzen machen – sie verfügt über vier verschiedene „Basisemotionen“: Freude, Zorn, Trübsinn und Ruhe. Ist sie freudig, schwebt sie durch die Luft. Ist sie wütend, ist sie sehr schwer und umgeben von Flammen. Trübsinn sorgt dafür, dass sie dicke Tränchen vergießt und schneller laufen kann. Und ist sie ruhig und ausgeglichen, regeneriert sie Lebenspunkte.

So muss man also dafür sorgen, dass die Prinzessin trübsinnig oder wütend wird, um verschiedene Spielsituationen zu meistern. Ich zitiere gamespot: „Also, there’s something rather sexist about the idea that Princess Peach’s big secret weapon is that she can get really overly emotional at the drop of a hat.“ Und laut gamgea soll das nicht sexistisch sein? Natürlich nicht. Den der Autor ist mal wieder der gleiche, der sonst auch durch Misogynie und sexistische Postings* auffällt.

Mittlerweile ist es sogar so weit, dass selbst männlichen Leser, hier einem Herrn namens Holger, etwas auffällt. Holger kommentiert nämlich „Äh? WTF? Ich möchte ja nicht persönlich werden und es mir hier verscherzen, aber hat’s da einer gerade nötig?“ – es liegt also nicht an meinem Geschlecht, dass ich auch diesen Blogeintrag mehr als fehl am Platze finde.

Wenn ich ein Spieleblog lese, dann will ich nicht mit dem gleichen Mist konfrontiert werden, der sich durch die Spiele zieht. Frauen sind nicht schwach und doof und sie sind nicht da, um Männern zu dienen oder zu ihrer Belustigung / sexuellen Erfüllung beizutragen. Ich frage mich, ob ich wirklich die einzige gamgea-Leserin bin, der diese Beiträge unangenehm auffallen? Ich bin mittlerweile immer wieder versucht, den Blog aus meinem Feedreader zu kicken. Und das, obwohl ich seit Jahren mitlese.

Ein kurzes Googeln zeigt mir auf, dass ich nicht die einzige bin: Unter der Überschrift Bild des Tages: Nintendo is ass… um awesome! postete der gleiche Autor (wer auch sonst) einen weiblichen Po in Nintendohöschen (darüber war ich damals auch gestolpert, aber ich glaube, ich hatte das nur auf twitter erwähnt), woraufhin eine Leserin kommentierte:
„Schön, gamegea.com hat mir mit dieser sexistischen Scheiße bewiesen, dass es sich nicht lohnt, eure Seite nochmal zu besuchen.“ In der Wortwahl nicht ganz zielsicher, aber den Grund kann ich gut nachvollziehen. Aber ein anderer gamgea-Autor antwortete dann: „Was ist an einem wohlgeformten Po, der brav eingepackt ist, denn bitteschön sexistisch? Da sieht man in jedem Otto-Katalog mehr Haut. Wo auch immer du herkommst, bleib bitte dort!“ Hmpf. Da wird dann ja doch sehr deutlich klar, dass er nicht verstanden hat, worum es der jungen Dame ging. Und, dass es einen Unterschied macht, in welchem Kontext etwas gezeigt wird.
Mal ganz einfach „erklärt“: Eine nackte Frau in einem Video zum Thema Aufklärung und Schwangerschaft ist nunmal anders zu bewerten als eine in einem Porno.

* Hier nochmal ein Überblick über die weiteren Perlen auf gamgea:

Computerspieler und weibliche Körper

Filed under: Zockerschock — Tags: , , — Feylamia @ 8:14

Lost Planet: Au backe! titelte gamgea bereits letzten Monat (ich wollte zeitnah bloggen, kam dann aber nicht dazu) und worum geht’s? Um die Physikengine im Spiel und darum, wie gut man einem bebenden weiblichen Hintern zusehen kann:

Respekt Capcom – was für eine Physik-Engine! Definitiv für’n Arsch. Ich muss schon sagen, auch dafür liebe ich Videospiele.

Wer von euch hat Lost Planet 2 gespielt? Im Multiplayer soll es ja gar nicht mal so schlecht sein, richtig?!

Da fälllt mir auch einfach nichts mehr zu sein. Außer vielleicht das hier …

25. Januar 2011

Alles neu macht der Januar

Filed under: Augensüßkram,Kuriose Käufe,Mädchengedöns — Tags: , , — Feylamia @ 21:26

Zum Beispiel das Wohnzimmer:


Neue Couch ftw!

We like. 🙂

Kindleüberraschung

Neulich hatte ich ja seeehr viel Spaß mit amazon.com/UPS. Nachdem ich im Internet recherchiert hatte, war ich doch sehr hoffnungsschwanger, dass amazon.com in der Lage wäre, meine Bestellung an meine Packstation zu liefern. Hatte ja bei zig anderen Leuten auch funktioniert. Schien auch alles bestens in Ordnung zu sein, amazon nahm meine Bestellung an und nach sieben Wochen Wartezeit (gaaah, stand da ja bei der Bestellung, aber gaaah! Warten!) machte sich ein kleines Paket mit meinem Kindle auf den Weg zu mit. Per UPS.

(more…)

Niki Lauda und die Schwulen

Filed under: Film & Fernsehen,Queerschläger — Tags: , , , — Feylamia @ 15:59

Ich zitiere einfach mal:

Ich bin empört, dass sich der öffentlich-rechtliche ORF, der ja von unser aller Gebühren finanziert wird, aus reiner Quotengeilheit dafür hergibt, schwules Tanzen zu propagieren. Es gibt so was wie gute Traditionen in unserer Kultur – dazu gehört, dass Männer mit Frauen tanzen. Bald kommt die Zeit, da werden wir uns noch alle öffentlich dafür entschuldigen, dass wir heterosexuell sind.
[…]
Ich will nicht, dass meine Kinder im ORF sehen, dass ein Mann mit einem Mann tanzt – und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen. Seit Jahrhunderten tanzen Männer mit Frauen in unserer Kultur – und das soll man nicht kaputt machen. Quote ist nicht alles im Leben.
[…]
Dass es nicht Aufgabe des ORF ist, der Jugend einen schwulen Tanzstil „Mann tanzt mit Mann“ zu propagieren, den es in Wahrheit nirgends gibt. Es tanzt ja nirgendwo ein Mann mit einem Mann – in keiner Disco, auf keinem Ball –, nur im ORF, weil der damit Quote schinden will.
[…]
Das Schöne am Tanzen ist doch, dass Männer mit Frauen tanzen.
[…]
Und ich will nicht, dass tanzende Schwule wie Alfons Haider Vorbild für die Jugend sind. Ich will auch nicht, dass ich mich eines Tages dafür entschuldigen muss, dass ich heterosexuell bin.

Quelle: oe24.at

Ich fasse zusammen:

  • Niki Lauda meint, dass das Zeigen von Homosexuellen im Fernsehen irgendwie dazu führt, dass sich Heterosexuelle für ihre sexuelle Ausrichtung entschuldigen müssten.
  • Niki Lauda hat keine Ahnung von Geschichte. (Immer wieder tanzten Männer mit Männern und Frauen mit Frauen.)
  • Niki Lauda war schon eine Weile nicht mehr in Discos (da tanzen Schwule miteinander …), kennt keine Boy Groups und hat noch nie was von Sirtaki oder Schuhplattler gehört (da tanzen sogar heterosexuelle Männer miteinander) und weiss nichts von Riverdance (wieder Männer – ach Du meine Güte!). Ich glaube, er wohnt sehr abgeschieden und besitzt eigentlich gar keinen Fernseher …
  • Niki Lauda hat seine Kinder so schlecht erzogen, dass sie alles, aber auch alles, was im Fernsehen gezeigt wird nachmachen und als Vorbild sehen.

Eine Hasstirade von Niki Lauda gegen Girl Groups, Jazz- und Balletttänzerinnen fand ich leider nicht. Dabei tanzen doch da oft keine Männer mit, also ist das gegen die Mann-Frau-Natur des Tanzes. Ist ihm vermutlich nicht aufgefallen. Naja, kann ja mal passieren. 🙂

22. Januar 2011

Wenn zwei Linguistinnen nachts wach werden …

Filed under: Kluge Worte,Mädchengedöns — Tags: , , — Feylamia @ 10:09

4:23am, Bielefeld City:

A: „Ich kann nicht liegen in diesem Bett!“
B: „Ich kann nicht fliegen, ich bin zu fett!“

Kann man ja auch einfach mal so stehen lassen …

20. Januar 2011

Geschenkerausch

Was für ein Jahresbeginn. Puh. Aber nun finde ich kurz Zeit, einmal meine Geschenke zu zeigen, von denen ich auf facebook und twitter so ausführlich schwärmte. 🙂

Zum einen hat mir ja die fabelhafte Miss Jackson einen tollen Adventskalender gebastelt, in dem neben viel Süßkram auch noch tolle Kleinigkeiten waren:


Ich bin ein Calendar Girl. Hui.

Hello Kitty Hausschuhe, eine Spongebobdose mit Schokolade, Fische zum Basteln, Handschuhe, Stulpen, ein Teesieb, tolle Buttons (SHARKY!!) und Magnete, ein Lip Smacker mit Fantageschmack, ein Lilienstempel und ein Pony! Hui!

Weihnachten wurde es dann noch besser:


Alles nur für mihiiiich! (Edward, der traurige Flattermann war ein Vorabgeschenk, wollte aber mit aufs Bild!)

Eine Holzbox für meine Bentosachen, eine Jacke, mein Lieblingsparfum (das es schon seit Jahren nicht mehr regulär zu kaufen gibt und das sie demzufolge auf wahnwitzigen Wegen erstanden haben muss), Lurky (manch einer kennt ihn aus World of Warcraft) und traumhafte selbstgehäkelte dunkelgrüne Stulpen. 🙂 Von der Schwiegermama in spe gab’s beim Familienweihnachten mit den Jacksons dann noch einen tollen Fleeceparka von Lands‘ End und selbstgestrickte Socken und von Feylamia senior eine tolle Patchworktasche und ein paar hübsche Scheine. Meine Familie ist die allertollste Familie!

Und meine Freunde haben auch fantabulöse Ideen gehabt, so habe ich zum Beispiel eine CD bekommen, bei der mir im Booklet gedankt wurde! Und von der Waldelfe gab es eine fairy door, tolle Kerzenhalter und eine selbstgebastelte Räuchermischung. Herz!
Eigentlich wollte ich mir selbst einen amazon Kindle zu Weihnachten schenken, das hat aber lieferzeittechnisch nicht geklappt. Trotzdem habe ich von der tollsten Zigeunerprinzessin der Welt schon mal eine sehr feine Hülle von Tuff-Luv für mein neues Baby bekommen:


Ein Lebensbaum für meinen Kindle

Das war das schönste Weihnachten seit Jahren – und das, obwohl Miss Jackson und ich den Heiligabend allein verbrachten, anstatt wie geplant im Kreise der Familie. (Das Wetter Schneechaos hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.) Oder gerade deswegen? Man weiss es nicht. Es war auf jeden Fall wunderschön bei uns. 🙂

19. Januar 2011

Ein Blog, ein Baum

Drüben bei Idea Leuconoe bin ich auf eine prima Aktion gestoßen: Ein Blog, ein Baum. Hintergrund ist, dass Blogs zwar kein Papier verbrauchen, aber natürlich Strom. Und um der Umwelt was zurückzugeben, pflanzt man einen Baum für jedes teilnehmende Blog. Da reihe ich mich doch gerne ein. 🙂

Mein Blog hat eine Eiche gepflanzt.
Meine erste eigene Eiche.

So, jetzt habe ich einen virtuellen Baum. Ich habe außerdem ein virtuelles Haus in Mittelerde. Fehlen ja nur noch Pixelkinder und -frau …

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